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Einiges zu Hirsen, Quinoa und AmaranthFassung 1.1 (Mai 2004) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hier sollen verschiedene Hirsearten vorgestellt werden, von denen einige auch als Nahrung für unsere Stubenvögel dienen, andere sicher verwendet werden können. Unter dem Sammelbegriff Hirse werden rund 500 verschiedene Arten bzw. Sorten meist tropischer getreideartige Nutzpflanzen zusammengefasst, die, wie Mais, Reis und unsere Getreidesorten, zu den Süßgräsern Poaceae gehören. Dabei gibt es nicht eine Gattung Hirse, sondern gleich mehrere. Aufgrund von Ähnlichkeiten werde ich hier auch die beiden modischen Pseudozerealien Quinoa und Amaranth die nicht zu den Hirsen gehören mitbehandelt.
Spelzen, Korngröße und EffiziensHirsekörner sind sehr klein. Um den Energiegehalt einer Walnuss zu erreichen, müssen rund 5600 Körner Kolbenhirse entspelzt und verzehrt werden. Die Samengewichte der verschiedenen Arten unterscheiden sich bis zum Faktor 28. Für das Entspelzen so kleiner Samen wie Hirse sind die Schnäbel von kleineren grasfressenden Papageienarten bestens gerüstet. Zu dieser Ausrüstung gehört nicht nur ein mechanisch gut geeigneter Schnabel mit zugehöriger Zunge, sondern auch die Bevorzugung des Tastsinnes vor dem Geschmackssinn. Sittiche, bekannt sind die Daten von Edelsittichen Psittacula , besitzen mit rund 300-400 Geschmacksknospen, wie fast alle Vogelarten (stark schwankend 24-375 Geschmacksknospen), gegenüber Säugetieren einen relativ gering ausgebildeten Geschmackssinn. Zum Vergleich: Ratten besitzen 17000 und der Mensch immerhin 9000 Geschmacksknospen. (Bezzel/Prinzinger S. 159). "Bei der Nahrungskontrolle spielen dagegen eher Informationen über Form, Härte und Beschaffenheit der Nahrung eine Rolle ..." (Lantermann S. 82) Der Hirsesamen - also der eigentlich fressbare Teil - ist von schützenden Hüllen umgeben, die durch entspelzen entfernt werden können. Das Entspelzen geschieht im Schnabel, indem das Korn mit der Zunge gegen die Innenseite des Oberschnabels gedrückt wird. Anschließend wird mittels des Unterschnabels die Spelze auf einer Seite abgehoben. Das Korn wird nun gedreht und die andere Seite ebenfalls von der Spelze befreit. Wenn man Wellensittichen oder Unzertrennlichen beim Fressen zuhört und zusieht, ist vom Entspelzen nur ein Knacken zu hören. Und vor allem die äußeren Bewegungen des Schnabels zu sehen. Die leeren Spelzen werden als Abfall fallengelassen. Hirse ist in Futtermitteln im Gegensatz zu den in Bioläden, Reformhäusern oder Biosortimenten der Supermärkte meist nicht entspelzt. Das Entspelzen durch den Vogel erhöht nicht nur die Effizens der Verdauung, in dem die unverdaulichen Spelzen entfernt werden, sondern verbessert auch die Bekömmlichkeit. Das Entspelzen von Hirse für menschliche Nahrung senkt nicht nur den Gehalt an giftigen Stoffen, sondern auch an Schimmelpilzgiften und Pilzsporen. Dieser Effekt dürfte auf das Entspelzen durch die Vögel übertragbar sein. Vergleicht man entspelzte und nichtentspelzten Körner, so zeigt sich eine relative Zunahme des Energiegehalt und eine absolute Abnahme des Ballaststoffgehaltest. Insofern wäre also diese Form der Hirseverwertung ein Gewinn.
Entspelzen ist nur eine mögliche Strategie Hirse zu nutzen. Entspelzen bedeutet nicht nur einen energetischen Aufwand, sondern auch einen Zeitverlust. Vergleichende Versuche mit drei Grassamen fressenden Vogelarten: Pfirsichköpfchen Agapornis fischeri , Blauem Reisfink Padda oryzivora und Diamanttäubchen Geopelia cuneata erbrachten deutliche Unterschiede beim Fressverhalten und illustrieren gut die verschiedenen Nahrungsstrategien. Pfirsichköpfchen und Reisfink entspelzen die Körner, wohingegen die Taube sie ganz schluckt.
Die 'herunterschlingenden' Tauben sind mit Abstand die schnellsten Hirsefresser. Dies bedeutet, dass eine erheblich größere Menge von Hirse in der gleichen Zeit gefressenwerden kann. Wenn man den möglichen Energiegewinn pro Minute vergleicht, also annimmt jeder Vogel würde in einer Minute mit seiner Technik soviel wie möglich fressen, so ergeben sich folgende Werte.
Auch hier ist die Taube der absolute Sieger. Beim Unterschied zwischen den beiden entspelzenden Vogelarten spielt die Körpergröße, die Schnabelgröße, Schnabeolform und vor allem auch das Nahrungsspektum eine Rolle. Pfirsichköpfchen können zwar auch Hirse fressen, sie sind aber auch in der Lage eine Vielzahl anderer Nahrungstypen zu erschließen, wohingegen der Spatz bei diesem Vergleich der beste entspelzende Hirsefresser ist. (vgl. De Nagy Koves Hrabar/ Perrin). Im Grunde ist damit belegt, dass alle drei Hirsesorten zu klein für die Schnäbel von Pfirsichköpfchen sind, und diese in einer Landschaft, die nur Hirse als Nahrung anbieten würde, vom Reisfink und Diamanttäubchen allein über die Aufnahmegeschwindigkeit der Nahrung vermutlich verdrängt würden. Trotzdem fressen auch im Freiland Papageienarten mit noch größerem Schnabel Hirse, so auch die Tiere der größten afrikanische Art, des Graupapageien Psittacus erithacus. Eine Umfrage unter Graupapageienhaltern erbrachte, dass sich das Fressverhalten der Tiere individuell unterscheidet. Neben Hirseverweigerern gibt es Papageien, die einzelne Körner entspelzen. Andere Tiere fressen mehrere Hirsekörner ohne sichtbares Entspelzen auf einen Bissen. Leider ist nicht bekannt, in welchen Situationen im Freiland Graupapageien Hirse welchen Nahrungspflanzen vorziehen und diese für sie äußerst unwirtschaftliche Ernährungsweise wählen. Da Hirsekörner an Fruchtständen mit vielen Körnern sitzen, wird die Wirtschaftlichkeit der Nahrungsaufnahme deutlich erhöht. Mir scheint, dass das Fressen von kleinen Hirsemengen, besonders einzelnen Körnern mit Entspelzen, in Gefangenschaft durch Graupapageien eher eine Beschäftigung als ein Nahrungserwerb ist. Nährwert, Saponine und GerbstoffeWie aus der Tabelle deutlich wird, sind die meisten Hirsen mit 60-80 % vor allem reich an Kohlenhydraten, enthalten 6-20% Eiweiß, darunter zahlreiche essentielle Aminosäuren und 1-6% Fett. Leider ist auch bei Hirse, Quinoa und Amaranth ein modisches Marketing zu bemerken, wo zumindest für den menschlichen Verzehr die positiven Eigenschaften hochgejubelt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) schreibt dagegen, dass Hirse gegenüber herkömmlichen Getreidearten keine wesentlichen Ernährungsvorzüge hat. Die positiven Eigenschaften von Hirse werden durch eventuell enthaltene Gerbstoffe vermindert, die bei der Bearbeitung nicht entfernt wurden. Gerbstoffe verringern die Verfügbarkeit z. B. von Eisen, Vitamin B1, B6 und Protein im Darm. ( Quelle 1,Quelle 2 ) Hirse ist reich an Eisen. (Quelle) Sie kann wie zahlreiche weitere Samen Mykotoxine, genauer Aflatoxin B1, B2, G1, G2 (und M1) enthalten. (Quelle) Die Samenschalen von Quinoa enthalten Saponine. Hirse, zumindest der meisten Arten, besitzt kein Gluten (Klebereiweiß) und findet daher als Diätgetreide für Zöliakiekranke, die glutenfrei essen müssen Verwendung. Aus dem gleichen Grund sind diese Hirsen nicht backfähig und für Produktion von Nudeln ungeeignet. Hirsefressende Papageienarten in der HeimatHirse steht auf dem Speiseplan vieler Stubenpapageien. Aber auch in ihrer Herkunftsregionen wird Hirse gefressen. Vor allem afrikanische Papageienarten sind, z.T. als Ernteschädlinge an Hirsefeldern bekannt. In verschiedenen Quellen (Lexikon of Parrots, Robillier, Juniper und Parr) ist bei folgende Arten unter natürlicher Ernährung Hirse erwähnt, wobei nicht klar ist, welche Art oder Sorte betroffen ist. Hirse wird auch in Gebieten gefressen, wo sie nicht natürlich vorkommt.
Das Fressen von gleich drei (Wild-)Hirsearten (Panicum sp., Seratria sp., Eragrostis sp.) vermekt Robillier für den Goldschultersittich Psephotus chrysopterygius . Beim Erdbeerköpfchen Agapornis lilianae finden sich Angaben über gleich zwei Gattungen: Panicum sp. und Sorghum sp. Auch Amaranth wird im Freiland von Papageienvögeln gefressen. Blaugenicksperlingspapageien Forpus coelestis fressen dorniger Fuchsschwanz (Amaranthus spinosus), Rußköpfchen Agapornis nigrigenis eine nicht näher bestimmte Art der gleichen Gattung. Naturverbrauch für VogelhaltungTraditionell werden Hirsen als menschliches Grundnahrungsmittel und/oder Viehfutter verwendet. Der Verbrauch von Hirse, pro Kopf und Jahr, beträgt für die Bundesrepublik gerade noch 380 g. Hirse ist damit eher ein kulinarisches Nischenprodukt. Ganz anders sieht es bei dem Hirseverbrauch als Futtermittel aus, nicht nur unsere Stubenvögel fressen Hirse, sie kann auch wie das so schön heißt zur Fleisch-, Eier- und Milchproduktion genutzt werden. Der größte Teil der als Futtermittel in den entwickelten Ländern verwendeten Hirse dürfte wohl auf dem Umweg über Nutztiere auf unseren Tellern landen. Ich habe versucht Zahlen zum Hirseverbrauch von unseren Heimvögeln zu bekommen und so grob die dafür benötigte Anbaufläche überschlagen zu können. Die Firma Vitakraft schrieb mir, Verkaufsmengen unterlägen dem Geschäftsgeheimnis. So ist es leider nicht möglich den Flächenverbrauch für unser Hobby zu überschlagen und so zumindest einen Teil der ökologischen Folgen abzuschätzen: denn wo Hirseanbau stattfindet, können ja gleichzeitig keine ursprünglichen Habitate existieren. Auch Veränderungen für Bewässerung, durch Düngung und Pflanzenschutzmittel sowie Transport (Energiebedarf, Flächenverbrauch und CO2Ausstoß) wären bei einer vollständigen Umweltbilanz mit einzubeziehen. Unabhängig von den Zahlen, mindert die Verwendung von Hirse aus möglichst regionaler Herkunft und aus biologischem Anbau die Schäden an der Umwelt. Daher unten auch komerzielle Links zu Anbeitern und Produzenten von ökologisch angebauter Hirse aus heimischen Ländern. Doch jetzt zu den einzelnen Hirsearten. In der Tabelle finden Sie einige Basisinformationen, einige Arten werden weiter unten mit Text und Bildern vorgestellt. Bei einigen Handelsnamen konnte ich nicht die Artzugehörigkeit feststellen. Hirse als Lebensmittel scheint generell ohne nähere Spezifizierung verkauft zu werden. Die mit | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Hirsesorten, Quinoa und Amaranth |
| Deutsche Bezeichnung, Handelsnamen | Latein | Ertrag | Gewicht von 1000 Samen | Rohfaser ="Balaststoffe" | Fett | Eiweiß | Kohlenhydrate | Wasser | kJ kcal | |
| Foniohirse, 'Hungerreis' | Digitaria exilis | 4-14 dt/ha | 0,5g | 1,10% | 1,10% | 8,70% | 81% | 6% | 1583 377 | |
| Blutrote Fingerhirse | Digitaria sanguinalis | |||||||||
| Japanische Hirse | Echinochloa frumentacea | 3-10 dt/ha | 4,2 | 9,8% | 2,2 | 6,2 | 65,5 | - | 1281 305 | |
| Gemeine Hühnerhirse | Echinochloa crus-galli | 2,5-2.9% | 7,5-13.7% | 72.2-81,1% | ||||||
| Fingerhirse, african millet | Eleusine coracan | 5-20 dt/ha | 2,6 g | 4,20% | 1,30% | 8% | 72% | 13% | 1394 332 | |
| indische Fingerhirse | Eleusine indica | |||||||||
| Dreiährige Fingerhirse | Eleusine tristachya | |||||||||
| Tef auch Tefhirse Zwerghirse | Eragrostis tef | 20 dt/ha | 0,8 g | 2% | 9,10% | 74% | 11% | 1508 359 | ||
| Rispenhirse, echte Hirse Silberhirse | Panicum milaceum | 1,3-2,3 dt/ha | 5-7 g | 4% | 10% | 60% | 12% | 1432 341 | ||
| Kukihirse, littel millet | Panicum sumatrense =P. miliare | 2-9 dt/ha | 0,10 | 1,8% | 13,4% | 72,3% | 1512 360 | |||
| Guinea Grass, red manna seed | Panicum maximum | 5,6g | 10,54% | 11,3% | 9,55% | |||||
| Kodahirse | Paspalum scrobicalatum | 10,2% | 4,2% | 10,6% | 59,2% | - | 1360 324 | |||
| Perlhirse, Rohrkolbenhirse Pearl millet | Pennisetum americanum Pennisetum glaucum | 2-10 bzw 30 dt/ha | 2.5-(8)- 14g | 5% | 8-20% | 67% | 1453 346 | |||
| Kolbenhirse, Borstenhirse | Setaria italica | 8-16 dt/ha | 2 g | 7% | 4,30% | 11,30% | 62% | 10% | 1483 353 | |
| Mohrenhirse, Kaffernhirse, Dari | Sorghum bicolor | 4-6% | 8-14% | 60-75% | 1528 364 | |||||
| Besenhirse | Sorghum docha | |||||||||
| Sudangras | Sorghum sudanense | 28.9% | 2.2% | 12.7% | 46.6% | |||||
| Quinoa | Chenopodium quinoa | 2,5 t/ha | 4,9% | 5% | 13,8% (-22%) | 52,0% | 12,7 | 1454 344 | ||
| Amaranth | Amaranthus sp. | 2,5 t/ha | 12% | 8,8-9,8% | 14,6-15% | 56,8-59 % | - | 1526 365 |
Quellen u.a.: Birkel-Sandkötter, FAO, www.infodienst-mlr.bwl.de, http://newcrop.hort.purdue.edu/newcrop/default.html Die Energieangaben gründen auf Formeln für Menschen, fehlende Angaben zur Energie wurden nach Mittelwerten berechnet.
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Japanhirse wird zwischen 50 und 100 cm hoch. Sie ist im Tierhandel erhälltlich (Kosten ab. 2 Euro/Kg). Verkauft werden nicht die Fruchtstände sondern abgepackte Körner. Aufgrund der eckigen Körner erinnert sie an Buchweizen, ist jedoch erheblich kleiner als dieser. Die weichen Körner sind von Vögeln leicht zu entspelzen. Japanhirse ist nicht ganz billig. |
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Foto fehlt noch Indische Fingerhirse und Dreiährige Fingerhirse sind bei uns Pflanzen die auch wild vorkommen. |
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Tef ist eine aus Nordäthiopien stammende Hirse. Die Stammart ist Eragrostis pilosa . Unter dem Namen Injera ist sie dort das Hauptbrotgetreide. Tef ist 40-80 cm hoch. |
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"Echte Hirse" oder Rispenhirse, ist ein früher auch bei uns als 'Brot der Armen Leute' angebautes Getreide. In China wurde Rispenhirse ab 2500 v.Chr. landwirtschaftlich genutzt. Bereits in der Antike ist sie in Europa bekannt, Archäologische Funde stammen aus der Zeit der Bandkeramiker. 1999 wurden Weltweit 29.204.000 t Rispenhirse angebaut, davon gut ein Drittel in den USA. Schnabl empfiehlt das halbreife verfüttern. Rispenhirse scheint es aus heimischen ökologischen (Demeter) Anbau zu geben. Unsere Wellensittiche waren nicht von reifer getrockneter Rispenhirse im Fruchtstand zu begeistern. |
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Neben Rispenhirse wurde vereinzelt im Mittelalter in Süddeutschland auch Kolbenhirse kultiviert. Die Bezeichnung Vogelhirse verrät ihre bei uns heute verbreite Nutzung. Es gibt wohl keinen Halter von zumindest Wellensittichen, der keine Kolbenhirse kennt. Kolbenhirse gibt es in verschiedenen Varianten z.B. in gelb und rot. Unsere Wellensittiche reagierten auf ihre erste rote Kolbenhirse irritiert, waren dann aber begeistert. Wie andere Hirsen, werden die Kolben von Kolbenhirse auch von manchen Großpapageien (Stichwort Effiziens) angenommen. |
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Die Sorghum-Hirsen sind eng mit Mais verwand und zählen wie Mais und Zuckerrohr zu den C4 Pflanzen. Bei C4 Pflanzen ist die Photosyntheseleistung bei Trockenheit verbessert. Die Herkunft dieser Hirsearten ist vermutlich das äquatoriale Afrika. |
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Beschreibung siehe Sorghum bicolor |
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Quinoa, auch Perureis oder Inkakorn genannt, gehört zu den Gänsefußgewächsen Chenopodiaceae In die Verwandschaft gehören auch Spinat, Mangold und Rote Beete. Die bis zu 2 Meter hohe Quinoapflanze stammt aus den Anden und wächst dort in Höhen von 2800 bis 4000 Metern. Quinoa ist dort unentbehrlich, wo Mais nicht mehr angebaut werden kann. Die rotbraunen, gelben oder weißen Samen erinnern an Hirsesamen. Die Samen von Quinoa sehen zwar ähnlich aus wie Kolbenhirsesamen sind aber deutlich kleiner, geschätzt würde ich sagen im Durchmesser vielleicht 1/5 oder 1/10 so groß. Die Samenschalen enthalten giftige Saponine, die vor dem Verzehr durch Waschen in alkalischer Lösung entfernt werden müssen. Die Waschlösung wird von den Indios als Insektengift verwendet. Wellensittiche wissen Quinoa zu schätzen, allerdings nur in gekeimter Form, schreibt Gaby Schulemann. Quinoa gibt es als Einzelsaat z.B. bei Ricos Futterkiste oder in Bioläden und Reformhäusern. Unsere Wellensittiche weigerten sich angebotene Körner zu fressen und selektierten sie aus einer Körnermischerung heraus. |
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Die zu den Fuchsschwanzgewächsen Amaranthaceae zählende Gattung Amaranthus beinhaltet ca. 60 Arten, die im subtropischen und tropischen Klimagürtel vorkommen. Von Amaranth werden entweder die gelben, goldenen, milchigweißen, braunen, roten oder schwarzen Samen oder die Blätter für den menschlichen Verzehr genutzt. Blätter werden aufgrund ihrer geringen Haltbarkeit nur selten nach Europa importiert. Bioläden und Reformhäuser bieten meist die goldenen oder milchigweißen enspelzten Samen an. Amaranth besitzt das gleiche Gerbstoffproblem wie Hirse. Gaby Schulemann schreibt, Wellensittiche oder andere Papageien würden Amaranth entweder gepoppt, gekeimt oder gequollen mögen. Unsere Wellensittiche weigerten sich angebotene Körner zu fressen, und selektierten sie aus einer Körnermischerung heraus. . Gehandelt werden z.B. die Samen von Amaranthus caudatus . |
Bezugsadressen, Heimischer Anbau
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Quellen und Literatur
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Text, Layout und Fotos Detlev Franz | ![]() |