Systematik Die Systematik der Art bzw. Unterartgruppe um Amazona ochrocephala , sowie A. oratrix und A. auropalliata ist ein wenig unübersichtlich. Arndt führt im etwas älteren LEXICON OF PARROTS 11 Unterarten der Art Amazona ochrocephala auf, deren Nominatform im Deutschen als Gelbscheitelamazone bezeichnet wird. Diese Bezeichnung hatte ich bis Ende 2002 als Kapitelüberschrift gewählt. Würth schreibt (Papageien 8/2002) "Gelbkopfamazone" bzw. Ochrocephala-Gruppe, Hoppe, (1999 im Falken) Gelbscheitelamazonen. In: "Die Vögel Baden-Würtembergs - Nicht-Singvögel 3" findet sich die Bezeichnung "Amazona ochrocephala oratrix - Große Gelbkopfamazone". Die Unterarten verteilen sich nach einer neuern Systematik auf 3 Arten mit zusammen ebenfalls 11 Unterarten, die den alten Unterarten entsprechen. Eine Aufstellung dazu bietet H.-J. Pfeffers: Die Amazonenpapageien (Genus Amazona) . Worin nun der taxonomische Vorteil liegen soll ist nicht ganz klar. Zwei Unterarten Gelbnackenamazone A. auropalliata auropalliata und Kleine Gelbnackenamazone A. auropalliata parvipes sind seit Ende 2002 in ihrem Schutzstatus (jetzt CITES 1) erhöht worden. Niemann vermutet hinter der Abspaltung dieser Art bzw. zwei Unterarten vor allem Gründe des Naturschutzes: "Bis heute ist keine klare Abgrenzung der beiden neu geschaffenen Arten [das meint: A. oratrix und A. auropalliata, der Verf.] und eine exakte Abgrenzung der Unterarten nicht möglich." (Papageien 12/2002) Eine unterartgenaue Benennung macht nach meiner Meinung bei einer gemischten Population, deren Herkunftsunterarten noch dazu zu einem etwas ungeklärten Art-Komplex gehören wenig Sinn. Denn bisher sind ja allenfalls Merkmale aus der Distanz beobachtet worden. In diesem Sinn - und trotz Bedenken gegen die neue Systematik -wäre es also am besten die Bezeichnung Gelbkopfamazone Amazona oratrix zu verwenden, wobei die größte Zahl der Tiere Merkmale von der Nominatform Grosse Gelbkopfamazone A. oratrix oratrix zeigt. Größe: 35 - 40 cm. Verbreitung: Süd- und Mittelamerika von Nord-Kolumbien bis West-Panama. Wie die zerstreute Verbreitung vermuten läßt besitzt Amazona ochrocephala in mehrere Unterarten. Lebensraum: In der trockenen und feuchten tropischen und subtropischen Zone bis 750 m Höhe vor allem in Gebieten mit Baumbestand sowie Savanne mit hohen Büschen und landwirtschaftlichen Anbaugebieten. Die Tiere sind auch in und bei Dörfern anzutreffen. Lebensweise: Paarweise, in kleinen Gruppen oder Schwärmen bis zu 250 Tieren. Brutverhalten: Brutzeit von März bis Juni (Kolumbien/ Venezuela: April bis Juli; Brasilien: Juni bis Oktober). Die Nisthöhlen liegen in hohen, meist abgestorbenen Bäumen und Palmen. Die Nominatform brütet auch in Baumtermitenbauten. Brutzeit ca. 26 Tage, Nestlingszeit 2 Monate. Brütende Weibchen werden tagsüber außerhalb des Nestes von Männchen gefüttert. Nahrung: Früchte, Samen, Nüsse, Blüten, Beeren und Knospen; besucht werden auch Barrei-ros (Aufschlüsse mineralhaltige Erde). Quelle
| |  Gelbstirnamazone Amazona ochrocephala (Volierenaufnahme)
 Doppelgelbkopfamazone Amazona oratrix oratrix (Volierenaufnahme)

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