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Papageien vor der Haustür
Halsbandsittiche in Wiesbaden

Fassung 5.4 (November 2004)
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Mönchssittich (Myiopsitta monachus) und seine europäische Verbreitung

Da ich einige Mails zu Mönchssittichen erhalten habe, und besonders in Südeuropa eine Verwechslungsgefahr mit Halsbandsittichen besteht, werde ich auch in Zukunft versuchen Informationen über Mönchssittiche zu sammeln und diese Seite weiter mit Leben zu füllen.

In der Literatur finden sich immer wieder Hinweise auf Mönchssittiche, die z.T. aktuell in der Bundesrepublik leben sollen. Derzeit ist mir kein solches Vorkommen bekannt. Mehrere Nachfragen im German Bird Net (GBN) erbrachten keinen positiven Hinweis. Ich gehe also bis ich Mönchssittiche mit eigenen Augen gesehen habe, davon aus, dass es sich bei solchen Angaben um die Wiederholung längst überholter Daten oder Beobachtungen einzelner entflogener Tiere handelt. Im 'EBCC Atlas of European Breeding Birds' (1997) ist zwar der Mönchsittich mit einer europäischen Verbreitungskarte aufgeführt, die Karte zeigt nur Vorkommen in Belgien, Italien und Spanien.
Mit dem neuerlichen Auftauchen einer Mönchssittichpupulation ist aufgrund der klimatischen Verhältnisse, der Zahl der Tiere in Gefangenschaft, der Freilandpopulationen in Nachbarländern und der immer noch stattfindenden Freiflugexperimente durchaus zu rechnen.

 
Möchssittich, Pärchen (New Orleans USA)

Angaben zur Biologie

Herkunft, Verbreitung, Merkmale

Mönchssittiche stammen aus Südamerika, ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Argentinien. Ähnlich wie Halsbandsittiche konnten sich auch auf anderen Kontinenten Neozoenpopulationen etablieren, z.B. in Nordamerika und Europa. Gefiederfärbung: Männchen und Weibchen gleich. Die Tiere sehen im Flug (mit bloßem Auge) vorwiegend grün aus und besitzen einen typischen langen Papageienschwanz. Verwechslungen mit Halsbandsittichen sind bei oberflächlichen Beobachtungen nicht auszuschließen. Mit dem Feldstecher können die bläulich graue Stirn, die helle bis zum Hals reichende Maske und das hellgrau gesäumte braungraue Brustgefieder ausgemacht werden. Der Schnabel ist hellbräunlich und die Iris dunkelbraun. Mönchssittiche zeigen einen grauen unbefiederten Augenring und graue Füße. Die Handschwingen sind blau und schwarz, die Unterflügel hellgrau und blassbläulich. Die Schwanzfedern zeigen oben eine blau und grüne Zeichnung, die Unterseite hellgrün hellblau gesäumt. Bei Jungvögeln sind Stirn und Maske mit einem Hauch von Grün gefärbt. Die Geschlechter unterscheiden sich im Gefieder nicht voneinander. Ohne Feldstecher sind die Tiere am einfachsten über das Verhalten ( siehe Besonderheiten ) von Halsbandsittichen zu unterscheiden.

Länge: ca. 27 - 31 cm
Gelege: 5-6 Eier
Brutdauer: 22 - 23 Tage
Flügge werden: nach dem 42. bis 45. Tag
Erreichen der Selbstständigkeit: ca. 2 bis 3 Wochen nach dem Ausfliegen

 Verbreitungskarte

 

Besonderheit: Nest aus Zweigen

Mönchssittiche bauen große Gemeinschaftsnester, vor allem in Palmen, aber auch in Laub- und Nadelbäumen, an und auf Gebäuden oder Leitungsmasten. Ihre große Anpassungsfähigkeit hat zu Ansiedlungen in Stadtparks und Gärten geführt. Da Mönchssittiche nicht auf Bruthöhlen angewiesen sind, besitzen sie andere Verbreitungsmöglichkeiten als etwa Halsbandsittiche. Dieses Brutverhalten, bei dem sehr viele Äste verbaut werden, - die Nester können bis zu 250 kg schwer werden - sowie das Nagen und die Lautstärke führen dazu das die Tiere selten in Privathand gehalten werden. Um dieses Nest zu erbauen und zu erhalten tragen Mönchssittiche oft aus größerer Entfernung trockene Zweige zusammen, die sie im Schnabel transportieren. Angeblich sollen nur die Männchen die möglichst dornigen Zweige herbeischaffen, währen die Weibchen sie verbauen. Die Nester werden auch von anderen Vogelarten, z.B. Spatzen, die dieses ja auch bei Storchennestern tun, mitbenutzt.
Die ganzjährige Nutzung der Nester als Brutnester und als Schlafnester bietet eine ideale Möglichkeit für Freiflugexperimente. Haben die Tiere erst einmal ein Nest z.B. in einer Voliere errichtet, sind sie standorttreu. Aufgrund der momentanen Gesetzteslage dürfte solche Experimente kaum legal durchzuführen sein.
Bei mehreren solcher Freiflugexperimente klagten Kleingärtner über Schäden an ihren Bäumen, was letztlich zum Abbruch der Experimente führte. Solche Klagen sind aber auch über Halsbandsittiche zu hören.

 Mönchssittich, New Orleans USA
Mönchssittich : Transport von Nistmaterial
Mönchssittich, New Orleans USA
Mönchssittich: kleines Nest

USA

US-Bundesstaaten in denen Mönchssittiche vorkommen

Alabama, Colorado, Connecticut, Delaware, Florida, Illinois, Louisiana, Massachusetts, New Jersey, New York, Oregon, Rhode Island, Texas und Virginia

 Mönchssittiche Verbreitungskarte USA

Aktuelle Verbreitung in Europa (Karte, A bis Z)

Übersichtskarte europäische Staaten, Verbreitung Mönchssittich

Belgien

Brüssel
Von den bisher als dauerhaft geltenden Brutkolonien in Europa ist Brüssel die nördlichste. Diese Population reicht bis in das Jahr 1979 zurück und ist auch heute (2000) noch vorhanden. Bereits in den 1980er-Jahren bauten die Sittiche sieben Gemeinschaftsnester und die Population betrug 30 bis 35 Paare. 1999 wurden etwa 50 bis 60 Vögel an drei Brutplätzen gezählt. Da die Vögel dazu neigen, ihre Nester dicht nebeneinander zu errichten, existieren im Stadtgebiet nur zwei Brutzentren. Interessant ist auch die Verteilung der Standorte auf Gebäude, Masten und Bäume: sechs Gemeinschaftsnester wurden auf Gebäuden und Masten errichtet, fünf auf Parkbäumen. In zwei Fällen scheinen Elsternester den Anreiz zu einer Nestanlage gegeben zu haben. Die Bevölkerung liebt die Papageien und so ist die Winterfütterung, auf die die Papageien angewiesen sein sollen kein Problem. (Weiserbs/Jacob) 2004 soll die Zahl der Mönchssittiche in Brüssel wenige hundert betragen.

Wer die Vögel besuchen möchte, dem sei ein Besuch der Webseiten von Per Holm Knudsen (Dänisch und Englisch) empfohlen. Dort finden sich auch detaillierte Beschreibungen der Lage der Nester und einige Fotos.

 

Literatur (teilweise nur bibliographiert):
De Schaetzen, R./ Jacob, J. P. (1985): Installation d'une colonie de Perriches Jeune-veuve (Myiopsitta monachus) a Bruxelles. In: Aves 22: 127-130.
Weiserbs, A./ Jacob, J. P. (2000): Mönchsstittiche. In: Der Falke 8/2000 S. 227 (Aves 36, 1999, H. 4.)

Frankreich

Literatur (nur bibliographiert):
Adde, Chr. (1998): Monk parakeet Myiopsitta monachus breeding in south west France. ALAUDA 66(1), S. 66-67

Großbritannien

Nach den Webseiten von Chris Butler (micht mehr online) gibt es eine Vorkommen von Mönchssittichen im Großraum London.

Italien

Gastbeitrag von Erich Sczepanski-Penzberg: Freiflughaltung von Mönchsittichen zwischen Gardasee und Verona
Literatur (nur bibliographiert):
Caruso, S/ Scelsi, F. (1994): Nidificazione del parrocchetto monaco, Myiopsitta monachus, a Catania. In: RIVISTA ITALIANA DI ORNITOLOGIA 63(2), Marzo S. 213-215
Cignini, B./ Buscemi, A./ Isotti, R. Tuccinardi, P. (1996): [Nesting attempt by the monk parakeet Myiopsitta monachus in Rome.] ALULA (ROMA) 3(1-2) S. 131-132.
Clavell, J./ Martorell, E./ Santos, D.M./ Sol, D. (1991): Distribucio de la cotorreta de pit gris Myiopsitta monachus a Catalunya. In: BUTLLETI DEL GRUP CATALA D'ANELLAMENT 8 S. 15-18
Ferri. M./ Villani, M. (1995): Note sulla nidificazione di Parrocchetto monaco Myiopsitta monachus nel Modenese. In: PICUS 21(1), gennaio-aprile 1995 S. 7-10

Niederlande

Die Webseite www.vogeldagboek.nl belegt für 2002 ein Vorkommen von Mönchssittichen in Nieuw-Bethlehem.


Portugal

In Lissabon soll es Mönchssittiche geben.

Schweiz

Literatur (nur bibliographiert):
Maranini, N./ Galuppo, C. (1994): Ulteriori notizie sul parrocchetto dal collare Psittacula krameri e sul pappagallo monaco Myiopsitta monachus a Genova. In: PICUS 20(2), maggio-agosto S. 85-89

Spanien

Die spanische Bezeichnung für Mönchssittich lautet: Cotorra Argentina. Gallego beziffert die spanische Population des Mönchssittichs 2003 auf 1300 Tiere. Die Verbreitung ist vor allem mediteran. (vgl. Santos/Sol/Clavell 2003)

Festland

Barcelona
Heinz Koch beobachtete die Tiere im Sommer 2000 und schätzt ihre Anzahl auf deutlich mehr als die Halsbandsittiche in Wiesbaden Biebrich. Die Tiere treten im Innenstadtbereich auf und sind z.B. an der Kolumbussäule leicht zu beobachten. Von dort fliegen sie mit Nistmaterial zu ihren Gemeinschaftsnestern. In der Nähe des Zoos existiert fast auf jeder Palme Nester.
Auf den Webseiten der Grup Ornitològic de Sants finden sich einige schöne Bilder von Mönchssittichen in Barcelona. Sie fressen an den Früchten der Kanarische Dattelpalme Phoenix canariensis und Tipuana tipu .
Klimaangaben für Barcelona.

Cadiz
Aus dem Sommer 2000 liegen mir zwei Meldungen zu Mönchssittichen in Cadiz vor. Auch im Frühjahr 2001 wurden hier von deutschen Urlaubern Mönchssittiche beobachtet.

Madrid
Eine bisher Meldung im sog. Nachrichtenmagazin Focus, meldete Mönchssittiche aus einigen Parkanlagen. Es sollen nach einer spanischen Quelle ca. 75 Tiere sein (vgl. Santos/Sol/Clavell 2003).

Valencia
In Andalusien sollen 390, davon in Valencia 70 Mönchssittiche vorkommen (vgl. Santos/Sol/Clavell 2003).

Inseln

Balearen
Auf Mallorca leben einige freie Mönchssittiche. In Palma de Mallorca (Uferpromenade, umliegende Parks) und in St. Ponca (Uferpromenade) konnte ich Anfang 2004 Mönchssittiche beobachten, die Vorkommen sind z.T. nach Auskunft von Einheimischen über 15 Jahre alt.

Kanarische Inseln
Aus dem Sommer 2000 liegt mir eine Meldung zu Mönchssittichen vor. 2001 habe ich dort selbst Mönchssittiche beobachtet, sie fraßen unter anderm die Früchte von Firmiana simplex und die Blüten von Fächerpalmen . Diese Population existiert auch 2004 noch.

 Mönchssittich in Barcelona
Mönchssittich in Barcelona
Foto: Joanna Karocka
Mönchssittich auf den Kanaren
 
Mönchssittich auf den Kanaren
Mönchssittich auf den Kanaren beim Fressen auf Palmen

Literatur:
Santos, D. M./ Sol, D./ Clavell, J. (2003): Aves introducidas en España In: El escribano digital Nr. 43 September 2003 S. 4-6
Literatur (nur bibliographiert):
Batllori-X; Nos-R (1985): Presencia de la cotorrita gris (Myiopsitta monachus) y de la cotorrita de collar (Psittacula krameri) en el area metropolitana de Barcelona. In: MISCELLANIA ZOOLOGICA (BARCELONA) 9 1985 S. 407-411.
Clavell, J., E. Martorell, D. M. Santos & D. Sol. 1991. Distribució de la cotorreta de pit gris Myiopsitta monachus a Catalunya. Butlletí del GCA 8:15-18.
Muñoz Gallego, A. R. 2003b. Cotorra Argentina, Myiopsitta monachus. En, R. Martí y J. C. del Moral (Eds.): Atlas de las Aves Reproductoras de España, pp. 638-639. Dirección General de la Conservación de la Naturaleza . Sociedad Española de Ornitología. Madrid.
Nos R./ Camerino, M. (1984): Conducta de alimentacion de cinco especies de cotorritas (Aves, Psittacidae). In: MISCELLANIA ZOOLOGICA (BARCELONA) 8 1984 S. 245-252.
Sol, D./ Santos, D./ Feria, E./ Clavell, J. (1997): Habitat selection by the monk parakeet during colonization of a new area in Spain. In: CONDOR 99(1), February, 1997: 39-46,
Lorenzo, J.A. (1993): Nidificacion del Gorrion moruno Passer hispaniolensis en nidos de cotorra gris Myiopsitta monachus en Tenerife (Islas Canarias). BUTLLETI DEL GRUP CATALA D'ANELLAMENT 10 S. 75-77.


Historische Freiflugversuche und Sichtungen (Deutschland, Österreich)

Deutschland

Lausitz
Im Jahr 1893 fand das erste in der Literatur belegte deutsche Experiment mit der Freiflughaltung des Mönchssittich in Sohland (Lausitz unweit Görlitz) durch den Gutsbesitzer von Prosch statt Die Stammeltern errichteten zunächst ein Nest in einer offenen Voliere, Versuche des Nestbaus auf einem benachbarten Dach wurden letztlich erfolglos unterbunden. Baumnester wurden nicht errichtet. 1897 bestand die Gruppe aus 18 Tieren. U.a. Kämpfe um Nester dezimierten die Gruppe auf 11 anschließend wuchs die Gruppe - durch Bruterfolge und Zukauf - auf 23 Tiere an. Leider stammt die letzte Publikation zu dieser Gruppe aus dem Jahr 1899, so dass nicht bekannt ist, was aus den Tieren wurde. Der 'Besitzer' dieser Gruppe berichtet über Sichtungen, die noch in noch in 24 km Entfernung gemacht wurden. Der Versuch regte weitere Experimente in Wilhelmstal bei Görlitz und Körbisdorf bei Merseburg an.
Die Papageien waren obwohl sie gefüttert wurden, auf dem Weg zu echtem Freileben, sie suchten sich selbst Nahrung im weiteren Umkreis. Vor allem von Interesse sind hier die Verluste der Tiere. 7 Tiere wanderten ab und wurden nicht mehr beobachtet. Einige Männchen (im Frühjahr 1898, 3 Tiere) starben bei Kämpfen um Weibchen. Drei Jungtiere die einer verspäteten zweiten Brut entstammten landeten in der Suppe, da von Prosch meinte, dass sie nicht über den Winter kämen. Auseinandersetzungen mit Greifvögeln und Katzen wurden von Einzeltieren und Gruppen gemeistert, Katzen und Greifvögel wurden verhaßt. Selbst tiefe Temperaturen bis -23ºC wurden von den Tieren ohne Probleme überstanden. Die Paare betrieben untereinander Diebstahl an Nistmaterial und dulteten Mäuse aber keine anderen Vögel als Untermieter (Groß 1898; Kuntze 1899; Niethammer S. 281f; von Prosch 1895, 1897, 1898).

 Mönchssittich in der Lausitz
Historischer Stich: Mönchssittiche
des Herren von Prosch
(Aus: Gefiederte Welt, 1895 S. 219)

Berlin
Im Juli 1892 wurden vier Mönchssittiche in einem königlichen Gut einer Berliner Vorstadt gesichtet. Die Herkunft der Vögel blieb ungeklärt. Bis auf eine Zufütterung im Winter ernährten sich die Vögel aus der Natur. Auch hier stammt der letzte Bericht aus einem Jahr kurz nach dem Erscheinen der Tiere. Der bekannteste Versuch wurde 1927 vom Berliner Zoologische Garten unternommen. Die Mönchssittiche wurden nach dem sie ein Nest in einer Voliere gebaut hatten, freigelassen. Ihre Zahl nahm rasch zu und sie errichteten unter Dächern in der näheren Umgebung weitere Nester. Obwohl die Papageien in der weiteren Umgebung umherschweiften, versuchten sie nicht dort zu brüten. Die Population litt unter Schwund. 5 Tiere fielen Wanderfalken zum Opfer, einige Tiere wurden geschossen, weitere eingefangen. 1931 wollte der Zoo die Gruppe durch die Freilassung von weiteren 20 Tieren stärken. Dies scheiterte am Einspruch von Schrebergartenbesitzern und der Parkverwaltung. Weitere Zoos etwa in München, Halle und Budapest ließen sich von dem Berliner Experiment anregen (Niethammer S. 282). Die Klagen von Gartenbesitzern und Parkverwaltung sowie die recht weiten Flüge über Berlin zeigen, dass die Papageien nicht nur Zootiere mit Freiflug waren, sondern aktiv die Umwelt erkundeten und dabei neue Nahrungsquellen erschlossen.

Kelkheim (Hessen)
In historisch jüngerer Zeit traten Mönchssittiche u.a. in Hessen auf. "Avifauna von Hessen" aufgeführt, beide Vorkommen sind aber erloschen (telefonische Mitteilung Zingel). 1972 wurde ein einzelner Mönchssittich bei Kelkheim beobachtet.

Österreich

Obwohl in der Vergangenheit mehrere Freiflugexperimente stattfanden, gibt es auch in Österreich keine Population von Mönchssittichen.

1927 berichtete Perzina von Freiflugexperimenten bei Wien. Sechs Tiere die ihr Nest in einer Voliere gebaut hatten erhielten Freiflug. Die Gruppe vermehrte sich auf 60 Tiere obwohl einige Tiere abgeschossen wurden. Nester die die Vögel im Freiland errichtet hatten, wurden zerstört. Sie übernachteten in der Voliere (Niethammer S. 282).

Wien - Wilhelminenberg: 1953 Freiflugversuch im Institut für Vergleichende Verhaltensforschung durch Kurt Kolar, nach einer Bestandserhöhung von 11 auf rd. 30 Tiere soll der Bestand wieder bis auf eine Restpopulation von rd. 10 Tieren reduziert worden sein

1974 führte Kurt Kolar einen weiteren Freiflugversuch durch. Auch dieser stieß auf Widerstände: "Ein [...] Hindernis ist der Schaden, den freifliegende Papageien ganzjährig an Obstgärten anrichten, Knospen, Blüten und Früchte in allen Reifestadien fallen ihnen zum Opfer. Aus diesem Grund war praktisch jedem Freiflugversuch mit Sittichen nur vorübergehender Erfolg beschieden. Natürlich werden solche Versuche, von einem Forschungsinstitut oder Tiergarten durchgeführt, eher toleriert als die von privaten Vogelliebhabern" (Kolar/Spitzer S. 41) und "Nahrungsmangel veranlaßt die Mönchssittiche zum Abwandern" (Kolar/Spitzer S. 42)


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