Viele Papageien in Menschenhand und somit in Gefangenschaft können
ein "schönes" Leben führen, "schön" nach unserem menschlichem
Ermessen. Solange wir ihnen das bieten können, was sie zum "Glücklichsein"
brauchen.
Aber können wir das ihr Leben lang? Nein, das schafft kaum einer,
so sehr man sich auch drum bemüht.
Wir Menschen sind nicht dazu geboren worden, 24 Stunden am Tag unseren
"Lieblingen" das zu geben, was sie sich in Freiheit suchen können:
einen lebenslangen Partner, einen lebenslangen Schwarm (Familie), die richtige
und gute Ernährung, den benötigten Freiflugraum, Zuwendung und
Geborgenheit usw. Ist unsere Begeisterung für und Liebe zu diesen
Geschöpfen, aus welchen Gründen auch immer (auch durch Tod, Krankheit,
private oder berufliche Veränderung), jäh beendet, beginnt meist
ein langer Leidensweg, der nicht immer für uns nach aussen sichtbar
und somit nachweisbar ist.
Mit einigen Bildern, die ich selbst gemacht habe bei meinen Besuchen
bei einigen "Auffangstationen für Papageien" und ich teilweise deren
Lebens- und Leidensgeschichten erfuhr, möchte ich versuchen, das unbeschreibbare
Leiden auch für Sie "sichtbar" zu machen.
Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und betrachten Sie diese Bilder
in Ruhe und ... schauen Sie dabei auch mal den Papageien in ihre Augen!
Brigitte Manges - Januar 2002 |