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Vögel, insbesondere Papageien, dürfen in Deutschland nur gehandelt
werden, wenn sie eindeutig gekennzeichnet sind. Dazu dienen in erster Linie
Fußringe, die aber in letzter Zeit immer mehr von Transponderchips
abgelöst werden. Man unterscheidet zwischen geschlossenen und offenen
Ringen.
Geschlossene Ringe:
Diese Ringe werden von der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung
und Vogelzucht e.V. (AZ) an ihre Mitglieder ausgegeben und können
nur bis zu einem Alter von 4 Wochen dem Jungvogel angelegt werden da danach
die Zehengelenke nicht mehr flexibel genug sind. Auf ihnen ist die Mitgliedsnummer,
das Geburtsjahr und eine laufende Ringnummer eingeprägt. Da sich die
Farbe des Rings jedes Jahr ändert kann das Alter der Vögel auch
auf größere Entfernung festgestellt werden.
| Jahr |
Farbcode |
| 1995 |
rot |
| 1996 |
schwarz |
| 1997 |
silber |
| 1998 |
blau |
| 1999 |
gold |
| 2000 |
grün |
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Geschlossener AZ - Ring |

Die Farbe des Rings gibt das Geburtsjahr an (AZ) |
Offene Ringe:
Der Verband Zoologischer Fachbetriebe, kurz ZZV, gibt an Züchter
gegen Einsendung der Zuchtgenehmigung (Erlaubnis nach § 17 g Satz
2 des Tierseuchengesetzes) offene Ringe aus Kunststoff, Stahl oder Aluminiumlegierung
aus. Die Nummern beginnen immer mit dem Buchstaben "Z" der bei den Metallringen
mit einem Oval eingefasst ist. Bei diesen folgt in der Regel auch ein V.
Der nächste Buchstabe bezeichnt dem Namen des Bundeslandes in dem
die Beringung vorgenommen
wird in abgekürzter Form. Es folgt eine 5-stellige Ringnummer.
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Bei Metallringen ist das Z
in einem Oval eingefasst
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Bei älteren Ringen kann
dem Z auch ein
V folgen
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Der Stiftring wird zusätzlich
durch
einen Splint verstärkt
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ZZV Kunststoffring
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Kunststoffringe werden eingeklippst
und sind, wie
alle offenen Ringe,
nur noch gewaltsam lösbar
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Aluminiumring
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Microchip:
Der Microchip erfreut sich seit einiger Zeit immer grösserer Beliebtheit
bei der Heimtierkennzeichnung. Auch im Schutz bedrohter Tierarten leistet
er gute Dienste. Sein größter Vorteil liegt bei der relativen
Fälschungssicherheit, d.h. ein einmal implantierter Chip kann nur
unter sehr großen Schwierigkeiten wieder entfernt werden. Bei Diebstählen
oder Wilderei kann man jederzeit die Identität des Tieres feststellen.
In einem Zentralregister werden nach einer Implantierung die Daten des
Besitzers gespeichert so das bei einem aufgefundenen Tier der Eigentümer
schnell festgestellt werden kann. Der Nachteil, besonders bei Papageien,
liegt an der "Unsichtbarkeit". Man kann nur auf dem Röntgenbild oder
natürlich mit dem Chipleser feststellen ob ein Vogel einen Transponder
hat. Deshalb lassen sie bei einem aufgefundenen Papagei ohne Ring vom Tierarzt
prüfen ob vieleicht ein Chip vorhanden ist.
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Chip im Größenvergleich
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Der Transponder wird mit einer
Spezialnadel eingesetzt
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Ring FAQ
1. Kann man anhand des Rings das Alter des Vogels bestimmen?
Bei sogenannten AZ Ringen ist das Geburtsjahr eingeprägt, bei
allen anderen ist das Alter daraus nicht direkt ersichtlich. Sie
können aber bei ZV Ringen bei der Ringstelle des Verbands Zoologischer
Fachbetriebe anfragen. Dort sind die Daten gespeichert.
2. Sieht man am Ring ob es sich um eine Nachzucht oder einen Wildfang
handelt?
Wenn der Ring komplett geschlossen, also ein AZ Ring ist, kann der
Vogel nur eine Nachzucht sein. Das heißt aber nicht das es sich bei
einem Vogel mit offenem Ring um einen Wildfang handelt. Viele Züchter
gehören keinem Verband an und beringen die Vögel mit ZV Ringen.
3. Kann man mit dem Ring den Züchter bestimmen?
Der Züchter ist bei AZ Ringen mit der Mitgliedsnummer eingeprägt.
Bei offenen ZA Ringen kann die Ringstelle des Verbands Zoologischer Fachbetriebe
weiterhelfen.
4. Wie wird ein Chip eingesetzt?
Der Vogel wird mittels Inhalationsnarkose betäubt und der Chip
mit einer speziellen Spritze eingesetzt. Die Daten können bei Bedarf
mit einem speziellen Lesegerät berührungslos aus ca. 10 20
cm Entfernung ausgelesen werden.
5. Müssen Ringe die entfernt wurden aufbewahrt werden?
Unbedingt ! Sie dienen der Identifizierung des Vogels und sind Herkunfts-
und Abstammungsbeweis. Lassen sie sich das Abnehmen eines Rings unbedingt
vom Tierarzt schriftlich bestätigen und bewahren sie die Bestätigung
mit dem Ring gut auf !
6. Ich habe den Ring lose zu meinen Vogel dazubekommen. Muß
ich ihn umlegen lassen?
Von Gesetz aus ja. Die Psittakoseverordnung schreibt das Anlegen der
Ringe vom Züchter zwingend vor. Bei älteren Vögeln kann
es aber nicht sinnvoll sein dieses Versäumnis des Züchters nachzuholen,
da der Ring vom Vogel als Fremdkörper angesehen wird und es zu Verletzungen
kommen kann. Deshalb sollten Papageien noch vor dem Flügge werden beringt werden. Wenn es sich um einen geschlossenen Ring handelt kann
er bei einem erwachsenen Vogel nicht mehr angelegt werden.
Adressen
Zentralverband Zoologischer
Fachbetriebe Deutschlands e.V.
Rheinstraße 35, 63225 Langen
Postfach 1420
Telefon: (06103) 9107-0
Telefax: (06103) 9107-33
Email: info@zzf.de
Ringstelle ZZF
Waltraud Birth
Telefon (06103) 9107-24
Email: birth@zzf.de
URL: http://www.zzf.de/
AZ-Geschäftsstelle
Postfach 1168
71501 Backnang
Telefon: 07191 82439
Telefax: 07191 85957
URL: http://www.schaper-verlag.de/az/home.htm |