| Magdeburg (AP) Einen
Zuchterfolg bei einer seltenen Papageien-Art hat der Magdeburger Zoo am Mittwoch, den 25.
August 1999 gemeldet. Nach jahrelangen Vorbereitungen seien zwei sogenannte Große
Soldatenaras geboren worden, teilte Zoodirektor Michael Schröpel mit. Die Vögel mit
einer Gesamtlänge von 90 Zentimetern stammten ursprünglich aus Costa Rica, Panama und
Kolumbien, seien vom Aussterben bedroht und hätten ihrer Namen wegen ihres grünen
Gefieders und der leuchtend roten Stirn.
Das Geschlecht des Nachwuchses konnte den Angaben zufolge bislang noch nicht
festgestellt werden. Grund dafür sei, dass sich die Elterntiere in der Brut- und
Aufzugphase äußerst aggressiv verhielten und auch die Pfleger nicht in ihre Nähe
ließen.
Im Magdeburger Zoo wurde den Abgaben zufolge bereits 1966 ein einzelner
Soldatenara-Männchen gehalten, der Nelson hieß und handzahm war. 1987 zog das Tier als
Zuchtleihgabe nach Hannover um zeugte dort 1992 zwei männliche Nachkommen namens Bonny
und Clyde. Die beiden kamen in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt zurück.
Während Clyde auch im Magdeburger Zoo blieb, wurde sein Bruder Bonny gegen das
Weibchen Carmen aus dem Vogelpark Walsrode ausgetauscht. Carmen und Clyde hätten
aneinander Gefallen gefunden, und seien jetzt die stolzen Eltern, berichtete der
Zoodirektor weiter.
Offenbar seien die Küken bereits am 18. Mai geschlüpft. Zu diesem Zeitpunkt
hätten die Pfleger erste Pieptöne aus der Bruthöhle gehört. Erst jetzt ließ sich die
Familie nach den Worten Schröpels jedoch im Aussengehege sehen. Die Jungvögel hätten
sich in der Größe kaum noch von ihren Eltern unterschieden. Nur die Iris ihrer Augen sei
noch dunkler als die von Mutter und Vater. |