Die Geschichte unserer Vögel

- Kapitel 7 -

Nachdem Jerry sich nun bekrabbelt hat, war es unvermeidbar, daß nun auch die erste Konfrontation mit den Amazonen kam. Bisher haben ihn unsere "Großen" immer ignoriert, das kleine Hemdchen hat wohl keiner von den beiden für voll genommen. Als der Kleine aber nun anfing, auf deren Kletterbaum herumzuturnen, frech in der Voliere der Amazonen herumkletterte und den beiden vor der Nase herflog, war es mit der Ignoranz vorbei.

Als erstes fing Mäxchen an, dem Kleinen nachzufliegen und ihn zu verscheuchen. Es dauerte nicht lange und Jeannie hat sich an dem Spiel mit Begeisterung beteiligt. Caro wurde von den Amazonen immer schon in Ruhe gelassen, daran hat sich bis heute nichts geändert (sie ist wohl die heimliche Respekt"person" für alle). Jerry hat sich das Treiben auch 3-4 Tage gefallen lassen, er ist immer brav geflüchtet, wenn die Amazonen hinterherflogen. Dann aber saß der Kleine mal oben auf den Volieren und knabberte an einem von mir angebundenem Sisalseil. Ganz selbstvergessen spielte Jerry mit dem Knoten, bis unser Rabauke Mäxchen meinte, daß der Kurze da nichts zu suchen hat. Also los und den Lütten vertreiben, aber nix da.... Jerry stellte die Flügel auf, Schnabel offen, Drohgebärden (gegenüber einer 2x so großen Amazone!) ohne Ende, wie Arnold Schwarzenegger ;-))

Wir trauten unseren Augen nicht, Mäxchen machte einen Rückzieher!

So ist es hier bis heute geblieben: Bis zu einem bestimmten Punkt geben die Pennantsittiche nach, aber wenn es zu bunt wird, wehren sie sich auch gegen die größeren Vögel. Eines guten Tages ist es sogar so weit gekommen, daß Jeannie doch die Caro geärgert hat und Jerry dann gestartet ist und Jeannie fast angegriffen hat. Er flog um ihren Kopf rum, schimpfte dabei und versuchte mit seinem Schnabel ihren Kopf zu treffen. Da waren die Verhältnisse geklärt, heute ist zwischen beiden Paaren Ruhe und Frieden.

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