Mit freundlichem Lachen und klaren Worten hat ein Papagei gestern vor
dem Düsseldorfer Amtsgericht zur Schlichtung eines jahrelangen
Nachbarschaftsstreits beigetragen.
Das Gericht hatte "Cora" samt Besitzer vorgeladen, weil die Nachbarn des
stimmgewaltigen Vogels mehrere Anzeigen wegen "unerträglichen" Lärms
erstattet. hatten.
Laut und deutlich stellte sich "Cora" mit seinem Namen vor. Doch auch mit
elegantem Wackeln auf der Käfigstange konnte er den Richter nicht becircen:
"Coras" Besitzer - ein Arzt - muss 100 Euro Bußgeld bezahlen und den
sprechenden Vogel weggeben.
Die Nachbarn hatten Lärmprotokolle geführt und die närrischen Laute der
Amazonen-Art mit einem Diktiergerät aufgenommen.
"Die hochfrequenten Laute durchdringen Hauswände", berichtet ein Biologe.
"Cora" quittierte die Aussage des Sachverständigen mit einem trockenen "Jaja",
um dann Damen beim Verlassen des Gerichtssaales keck hinterherzupfeifen.
Als der Richter dem 47-jährigen Arzt empfahl, das Tier wegzugeben,
versteckte "Cora" den Kopf unter dem Flügel.
Zum Abschied flötete der Vogel noch eifrig in die Mikrofone der zahlreichen
Journalisten.Anmerkung :
Dem Biologen kann ich nur recht geben, meine Tiere (Blaustirnamazonen /
Amazona aeastiva, 3 Paare) höre ich manchmal noch 200 m weit, wenn ich
aus dem Haus bin. Zum Glück habe ich (bis auf ein Ehepaar) sehr tolerante
Nachbarn, denen das Gebrülle "nix ausmacht"....:-)) |