| Die Blaubart- / Blaukinn-Amazone |
![]() |
Amazona festiva festiva
|
Die Blaubartamazone ist ca. 35 cm groß, grün mit dunkel
gesäumten Nackenfedern. Stirn und Zügel sind dunkelrot, der Bereich über den Augen und
das Kinn sind deutlich hellblau - blau. Die Flügelfedern sind grünlich-gelb gesäumt,
Handdecken und Handschwingen violett-/dunkelblau. Der Schwanz ist grün mit grüngelber
Spitze. Die Wangen sind gelb-grün, Unterrücken und Bürzel rot.
Die Augen haben eine orangerote Iris mit grauem Augenring. Der Schnabel ist grau /
schwarz, die Füße grau.
Die Jungtiere weisen am Kopf eine weniger intensive Färbung auf, der Unterrücken ist und der Bürzel sind grün mit wenigen roten Federn durchsetzt. Zudem ist die Iris dunkel / braun.
Die Blaubart- / Blaukinn-Amazone |
![]() |
Amazona festiva bodini Diese Art der Amazonen hat ihre
Verbreitung in
|
Die Bodiniamazone ist grundsätzlich so gefärbt, wie die 1. Rasse, die Blaubartamazone, aber mehr olivgrün oder gelblich grün.. Die Zügel sind schwärzlich. Das Rot der Stirn zieht sich hin zum Oberkopf, wo es dann in ein rötliches Lila übergeht. Die vordere Wangengegend ist türkisblau, die hintere bis zum Ohrfleck grünlichblau.
Dr. O. Finsch benannte die Bodini-Amazone nach Dr. Karl-August Heinrichj Bodinus (1814-1884). Dr. Bodinus war ein anerkannter Restaurator sowie Direktor des Zoologischen Gartens von Berlin: Chrysotis bodini finsch, 1873
Wälder und Sekundärvegetation entlang von Flüssen und auf bewaldeten Inseln innerhalb der Flußsysteme. (Arndt)
Die Blaubartamazone ist entlang des Amazonasstroms, in den
mit undurchsichtigen Urwäldern bewachsenen Tiefländern der tropischen Zone, beheimatet.
Die riesigen Urwälder und die ausgedehnten Sumpfgebiete lassen kaum eingehende
Beobachtungen in freier Natur zu. Es wird vermutet, daß Blaubartamazonen entlang des
oberen Amazonasstroms die am zahlreichsten vertretene Art ihrer Gattungsgruppe ist.
Die Papageien leben hauptsächlich in den hohen Baumkronen. In den späten
Nachmittagsstunden versammeln sich die kleinen Schwärme in ihren Ruhe- und Schlafbäumen
und können dabei recht große Ansammlungen bilden.
Die 2. Rasse, die Bodini-Amazone, scheint weitaus seltener zu sein. Der von ihr genutzte Lebensraum ist in Art und Vegetationswuchs identisch mit dem der Blaubartamazone. Entlang des Oronicostroms in Bolivar, Venezuela, ist die Bodiniamazone nur örtlich beschränkt anzutreffen. (phelps und Phelps 1958). In Nordwest-Guayana konnten die Vögel schon viele Jahre nicht mehr gesichtet werden. Es scheint, daß die Vögel in dem Gebiet nur als Zugvögel kurzfristig angetroffen werden.
Fragen und Anmerkungen
zu diesem Beitrag sind erwünscht: |
| Qellenangaben: | Thomas Arndt - Lexikon der Papageien |
| Dieter Hoppe - Amazonen | |
Text und Beschreibung: |
© Thorsten Boente |
| Abbildungen und Fotos, soweit nicht anders angegeben: |
© Thorsten Boente |
| erstellt für die Arbeitsgemeinschaft Papageiennetzwerk Januar 1998 |