| Die Venezuela-Amazone |
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Amazona
amazonica amazonica (Linné)
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Als erste Art der Amazonen wurde dieser Papagei der
Wissenschaft bekannt, was sich auch in ihrem wissensachaftlichen Namen ausdrückt.
Auch heute noch wird er, der häufigste Großpapagei in seinem ausgedehnten
Verbreitungsgebiet, im Deutschen oft der Amazonenpapagei genannt.
Nach Cory existiert hier noch eine Unterart: Amazona
amazonica tobagensis (Tobago-Amazone).
Die Kennzeichen sind die wie bei der Nominatform, aber etwas größer und der orangerote
Flügelspiegel ist auf 4 Federn ausgedehnt.
Die Verbreitung dieser Art wird mit den Regionen der Inseln Trinidad und Tobago angegeben.
Die in Surinam vorkommende dritte Unterart, Amazona amazonica micra (nach Griscom und Greenway) sollte der Nominatform zugeordnet werden.
Gesamtlänge 31-32 cm, Männchen und Weibchen
Grundgefiederfärbung grün, Nacken- und Oberrücken dunkel gesäumt.
Stirn und Scheitel unregelmäßig blau-gelb, Wangen gelb, Kehle gelb-grün, Flügelrand
gelb-grün, Flügelspiegel auf 3 Schwingen ausgedehnt orange-rot, Schwanzfedern grün, an
den äußeren Federn Innenfahnen zum Teil rot, Schnabel hornfarben, zur Spitze hin in
schwarz übergehend.
Füße grau, unbefiederter Augenring grau, Iris gelb-orange.
Gesamter Norden Südamerikas mit Ausnahme der andinen Gebiete im Westen und der Küstengebiete Ost-Brasiliens, im Süden in Teilen Boliviens und im nördlichen Zipfel von Paraguay.
Alle Arten von Wäldern, Mangroven, Sümpfen, halboffenen
Gebieten und Sekundärvegetation in der feuchten tropischen Zone bis 650 m Höhe,
gelegentlich auch in trockeneren Gebieten, Parkanlagen und auf Dorfplätzen mit hohen
Bäumen zu sehen.
Die Venezuelaamazone lebt paarweise oder in kleinen Gruppen, auf den Schlafbäumen ist
regelmäßig eine große Anzahl bis zu mehreren hundert Vögeln zu beobachten.
Auf den Futterbäumen werden sie meist in Gemeinschaft mit Gelbscheitelamazonen (A.
ochrocephala), Granadaamazonen (A. d. rhodocorytha), Mülleramazonen (A.
farinosa) oder Blaustirnamazonen (A. aestiva) gesehen. Die Tiere klettern
gern, sind während des Fluges und auf den Schlafbäumen recht laut. (Angaben teilweise: Arndt)
Die Brutzeit fällt in die sog. Trockenperiode von Februar
bis Juni, auf Tobago manchmal bis August. Die Bruthöhlen befinden sich meist in
abgestorbenen Palmen ab ca. 6m Höhe, wobei wahrscheinlich auch in lebende Bäume
Bruthöhlen "geschnitzt" werden, da durch die dichte Belaubung so die Plätze
nicht so gut zu erkennen sind.
Es werden 2 bis 5 weiße Eier gelegt, die innerhalb von 3 Wochen ausgebrütet werden. Die
folgende Nestlingszeit dauert ca. 3 Monate.
Während der Brut wird das Weibschen vom Männchen gefüttert; das Weibchen kommt nur
kurzzeitig aus dem Nest. Nachts verläßt das Männchen das Nest, um auf dem Schlafbaum im
Schwarm zu übernachten.
Robuste, krankheitsunauffällige Amazonenart, die gut zur
Haltung in Frei-/Außenvolieren gehalten werden kann.
Nachzuchten mehrfach gelungen.
Fragen und Anmerkungen
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| Qellenangaben: | Thomas Arndt - Lexikon der Papageien |
| Dieter Hoppe - Amazonen, 1987 W. u. S. Lantermann - Amazonen, 1991 |
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| Text und Beschreibung, Abbildungen und Fotos, soweit nicht anders angegeben: |
© Thorsten Boente |