Psittrichas fulgidus -
Der Borstenkopf
Die besondere Kopfbefiederung ist eine durch die Ernährungsweise
hevorgerufene Entwicklung. Während der Nahrungsaufnahme wird die untere
Gesichtshälfte von Resten der saftigen, matschigen Nahrung stark verschmutzt,
lässt sich aber dann gut an Ästen und anderen Gegenständen abreiben, bzw. säubern.
Die lange Zunge erreicht nur Teile der Oberschnabelseiten und das borstenartige
Gefieder an der Schnabelwurzel.
Habitat:
Gebirgiger Regenwald, meistens von 800 bis 2.000m, z. Teil auch in dem Bergland benachbarten
Niederungen.
Ernährung:
Stark spezialisiert auf wenige Fruchtarten, insbes. Feigen. Man vermutet, dass der
Borstenkopf durch seine verschwenderische Fressmethode kleineren Vögeln den Zugang zu
den Feigensamen erleichtert, so dass die Samen über ein grösseres Gebiet verbreitet
werden.
Foto von Trienus De Jong, mit frdl. Genehmigung von
Stiftung Niederländischer Auffang für Papageien
|

Brutverhalten:
Genaue Daten über das Brutverhalten liegen nicht vor. Die
Saison scheint etwa ab März einzusetzen.
Nach einer Notiz von Garnett & Crowley1) wird jedes Jahr ein
neues Nest in einem verotteten Baumstamm ausgehöhlt. Während
der Aufzucht der Nestlinge wird die Nisthöhle mit Holzschnipseln,
die von den Innenwänden anbgenagt werden, immer weiter angefüllt,
bis der Nestboden auf beinahe gleicher Höhe mit dem Nesteingang
liegt.

Foto © HJP
1) Garnett, S. u. Crowley, G.: Palm Cockatoo Research
Psittascene Vol. 10.1998,3 S.8-9
|