Nestor meridionalis -
Der Kaka
Ein weiterer wichtiger Bestandteil seiner Nahrung sind die
Samen der Südbuchen. Ende der 80er Jahre fand man heraus,
dass die Brutlust und auch die Bruterfolge des Kaka in engem
Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit der Südbuchenwälder stehen.
Nur in ertragreichen Jahren brütet der Kaka.

Foto mit frdl. Gen. ©
Parrot Society of NZ
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Brut:
Die Brutsaison liegt nach Robiller*) zwischen September und März.
4-5 Eier werden allein vom Weibchen etwa drei Wochen bis zum
Schlupf bebrütet. Die Jungen verlassen nach 9-10 Wochen die
Bruthöhle und werden nur etwa drei weitere Wochen von den Eltern betreut.
Bedrohung:
Der Lebensraum des Kaka ist seit der Ankunft der Europäer auf
Neuseeland ständig geschrumpft. Ein scheuer Wald-Papagei, der auf
ein hochkompliziertes und empfindliches Wald-Ökosystem angewiesen
ist, kann mit Rodungen, Plantagen und Monokulturen von speziellen
gewinnbringenden Holzarten nichts anfangen.
Die letzten Rückzugsgebiete, in denen der Kaka lebt, sind aber
auch durch eine "unbeabsichtigte" Plage bedroht: - Ein Insekt, dass
wir alle vom Kuchenessen auf der Terasse kennen - die
Wespe. Die in den 70er Jahren "importierte" sog. "Deutsche Wespe" hat sich
aufgrund fehlender Feinde und einer optimalen Lebensumgebung in Neuseeland
explosionsartig entwickelt.
Der starke Rückgang der Kaka-Populationen
in den 80er Jahren führte zu speziellen Untersuchungen, die bewiesen,
dass auch die Wespe vom "Honigtau" der Schildläuse neuseeländischer
Bäume lebt. Anders gesagt: eine Wespenkönigin kann im Jahr mehrere
tausend Wespen erzeugen, die dem Kaka einfach die Nahrungsgrundlage
nehmen, die er für eine erfolgreiche Brut braucht.
Mittlerweile ist die
"Deutsche Wespe" durch eine andere europäische Wespenart,
die "gemeine Wespe" abglöst,
die für das Ökosystem des Südbuchenwaldes (Nothofagus spp.)
in dem der Kaka lebt, eine
noch grössere Gefahr darstellt. Sie räubert auch unter den anderen
Insekten des Waldes, die für das Ökosystem wichtig sind.
Dies wurde in einem Film*)
ausführlich dokumentiert.
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