Nestor meridionalis -
Der Kaka

Beschreibung:

Grosser, recht kompakt gebauter Papagei:
Länge: ca. 45 cm
Gefieder: Stirn und Oberkopf grau-weiss, Federn z.T. mit dunkelgrünen Säumen. Nacken und oberer Rücken graubraun, weiter nach unten in rostbraun übergehend. Nacken und Rücken sind durch ein rötliches Band abgesetzt. Ohrdeckfedern gelblich gestrichelt. Flügel und Flügeldecken braun-oliv. Untere Flügeldecken und Flügel rötlich. Brust oliv-braun, Abdomen rötlich. Schwanz bräunlich.
Schnabel: grau
Füsse: dunkelgrau
Iris: dunkelbraun

Unterschiede: generell ist der Schnabel bei den Männchen länger und deutlicher gebogen als bei den Weibchen. Die Exemplare der Rasse N.m. productus sind i. allg. kleiner und unauffälliger bzw. dunkler gefärbt.

Aufgrund seiner bürstenartigen Zunge und der speziellen Nahrungsaufnahme (s.u.) wurde der Kaka noch 1906 in einem alten Lexikon zu den Loris gezählt. *)

Ernährung:

Einer der wichtigsten Nahrungsbestandteile für den Kaka ist das Sekret eines Baumparasiten: Eine in der Baumrinde lebende Schildlausart sondert überschüssigen Baumsaft an einem fadenartigen aus der Baumrinde heraushängenden Körperanhängsel ab. Dieses äusserst energiereiche Sekret bildet (nicht nur) für die Kakas im Sommer und Herbst eine Haupternährungsgrundlage. Daneben werden Früchte, Blüten-Nektar, Knospen usw. verzehrt. Durch de Aufnahme von Larven und Puppen einheimischer Holzschädlinge, die aus der Baumrinde "gegraben" werden, deckt der Kaka seinen Proteinbedarf. Besonders im Frühjahr ziehen die Männchen in höhergelegene Gebiete des Waldes, um dort Larven eines bestimmten Borkenkäfers aus der Rinde zu graben. Man nimmt an, dass diese Larven evtl. bestimmte Stoffe enthalten, die die männlichen Kakas in Brutstimmung versetzen.
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