Innerhalb des Verbreitungsgebietes leben diese Lories paarweise oder in kleinen
Gruppen. Und das ist schon so gut wie alles, was über den freilebenden Braunlori
bekannt ist.
Rosemary Low beschreibt einen Brutverlauf in Gefangenschaft wie folgt:
"... das Gelege besteht aus zwei Eiern, die etwa 24 bis 26 Tage bebrütet werden.
Die frisch geschlüpften Küken tragen auf der Oberseite ziemlich lange, weisse
Nestlingsdaunen..." - "... Die Jungen verlassen das Nest im Alter von ca. 10 bis
11 Wochen, und sollten noch mindestens zwei Monate bei den Eltern verbleiben."
Die Welterstzucht des Braunlori (Nominatform) gelang 1977 im Vogelpark Walsrode.
Der Braunlori wird im Loro Parque, Teneriffa regelmässig nachgezüchtet.
Datenblatt Status und Handel aus der UNEP-WCMC Database im
Extrafenster.
Eine persönliche Anmerkung sei hier erlaubt: Der Braunlori ist eines der vielen
Beispiele unter den Papageien, die in Gefangenschaft gehalten und nachgezogen
werden, obwohl über das tatsächliche Freileben des Vogels so gut wie nichts
bekannt ist. Die Frage stellt sich, ob so der richtige Weg in der Papageienkunde
eingeschlagen wird: "erstmal züchten, erforschen können wir immer noch".
Eines Tages ist vielleicht zum Erforschen zu spät, und dann haben wir eine
nicht auswilderungsfähige Erhaltungszucht. Nicht auswilderungsfähig deshalb,
weil wir über das natürliche Verhalten der Spezies nichts wissen (wollten).