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Systematik
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Foto © H.-J. Pfeffer
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Familie: Aratingidae
Unterfam.: Aratinginae
Gattung: Rhynchopsitta
Arten: Rhynchopsitta pachyrhyncha
Rhynchopsitta terrisi
Anmerkungen:
- Je nach verwendeter Systematik wird Rhynchopsitta auch den
Psittacidae/Psittacinae zugeordnet.
- In älteren Systematiken wird R. terrisi als Unterart von
R. pachyrhyncha geführt.
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Bezeichnungen:
R. pachyrhyncha:
Arasittich
Thick-billed Parrot
Dikbekpapegaai, Araparkiet
Perroquet à gros bec
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R. terrisi:
Maronenstirnsittich
Maroon-fronted Parrot
Grote Dikbekpapegaai
Perroquet à front marron
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wissenschaftlich:
Rhynchopsitta pachyrhyncha (Swainson, 1827)
Rhynchopsitta terrisi (Moore, 1947)
Erläuterung:
Rhynchos - aus dem gr abgeleitet = Schnabel
pachys - aus dem gr. = dick, plump
terrisi = Widmungsbezeichnung des Erstbeschreibers Moore für seinen Sohn Terris.
Die deutsche Bezeichnung der Gattung Arasittiche ist abgeleitet aus dem allgemeinen
Erscheinungsbild.
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Beschreibung
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R. pachyrhyncha:
Grösse: um 38 cm
Gefieder:
Generelle Gefiederfarbe grün bis olivgrün, heller an
Wangen und Brust. Zügel,
Vorderkopf und obere Augenregion rot, zu den Augen hin
leicht schwarz abgesetzt. Fleischfarbener, unbefiederter
Augenring. Flügelbug und
Flanken rot. Grosse untere Flügeldecken gelblich, ansonsten
Schwanz- und Flügelunterseite grau. Roter Federrand an den Beinen.
Schnabel: schwarz
Füsse: grau
Iris: orange
R. terrisi:
ist grösser, bis 42cm, generell dunkler gefärbt,
die roten Federpartien sind hier kastanienbraun.
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Verbreitung/Lebensraum
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Verbreitung nach Robiller (1991):
Gelb: Westmexiko - R. pachyrhyncha
Rot: Ostmexiko - R. terrisi
Der Lebensraum umfasst Höhen zwischen 1.500 und 3.000 m.
Früher wurden einzelne Gruppen des Arasittichs auch
"grenzüberschreitend" im Süden Arizonas (USA) beobachtet,
aber die Population dort wurde bis ca. 1920 ausgerottet.
Ein entsprechendes Projekt zur Wiederansiedlung in den 1990er
Jahren scheiterte jedoch aus verschiedenen Gründen. Ein
Grossteil der ausgewilderten Vögel fiel Greifvögeln zum
Opfer, andere zogen in das mexikanische Verbreitungsgebiet.
(Niemann, 1997)
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Ernährung/Lebensweise/Brut
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Die Hauptnahrungsquelle und der Hauptlebensraum der
Arasittiche sind Koniferenwälder, die überwiegend aus
Kiefern und Pinien verschiedener Arten bestehen.
Arasittiche ernähren sich überwiegend von den reifen
Zapfen dieser Bäume, die sie mit einer speziellen
Methodik zerlegen. Anscheinend werden die Samen der
Mexikanische Weymouthskiefer (Pinus ayacahuite) bevorzugt,
obwohl diese Zapfen so gross sind, dass die Sittiche sie
nur mit Mühe halten können. Diese einseitige
Ernährung wird ergänzt durch gelegentliche Aufnahme von
Früchten (z.B. Wacholder, Kirschen u.ä), diversen Samen
und sogar Nektar aus Agavenblüten. Als Besonderheit muss
noch erwähnt werden, dass häufig auch Baumrinde gefressen
wird. Warum ist noch unklar. (Lurie & Snyder, 2001)
Ausserhalb der Brutzeit nomadisiert dieser Sittich
paarweise oder kleinen Gruppen entsprechend dem
Nahrungsangebot. Oftmals werden während der Nahrungsaufnahme
"Wachen" aufgestellt, die den Schwarm rechtzeitig alarmieren,
sollte ein Feind in der Nähe auftauchen.
Neben der Hauptbedrohung durch den Menschen sind Greifvögel
die natürlichen Feinde.
Die Brutzeit dieser Vögel beginnt im Juni, das Gelege
besteht in der Regel aus drei Eiern. Gebrütet wird in Baumhöhlen
von alten hohen Kiefern. Während der Brut verbringt
das Männchen die Nacht zusammen mit dem Weibchen in der
Bruthöhle. Die Jungen schlüpfen nach
etwa 26 Tagen und sind erst nach über 50 Tagen voll befiedert.
Typischerweise sind die Jungvögel nicht voll ausgefärbt, und
haben als deutliches Merkmal einen fast weissen Oberschnabel.
Erst nach mehreren Monaten sind sie selbständig.
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Foto © H.-J. Pfeffer
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Status/Bedrohung
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Der Bestand des Arasittich wird mit weniger als
2500 Individuen eingeschätzt. Bei anhaltend rapider Habitat-Zerstörung
speziell durch Holzeinschlag (Kiefern liefern hochwertiges
Nutzholz, z.B. für die Möbelindustrie) besteht die Gefahr der
Ausrottung.
Der Maronenstirnsittich konnte seine Populationstärke in den letzten
Jahren zwar stabilisieren, aber sein Vorkommen ist auf wenige
getrennte Gebiete beschränkt. Nach den letzten Schätzungen existieren
vielleicht weniger als 3000 Exemplare. Auch sein Lebensraum wird
zunehmend vom Menschen zerstört.
(www.redlist.org u. Robiller 1991)
Beide Arten sind im WA auf Anhang 1 gelistet. Trotzdem kommt es
immer wieder zu illegalem Fang und Handel.
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Anmerkungen
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Welterstzucht 1965 im Zoo von San Diego. Nachzuchten
im Loro Parque auf Teneriffa. Zur Kontrolle der in Gefangenschaft
gehaltenen Vögel wird
in den USA (Susan Healy, Sacramento Zoo) und Europa
(David Jeggo, jersey Zoo) ein entsprechendes Zuchtbuch geführt.

Foto © H.-J. Pfeffer
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Quellennachweis
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Forshaw, J.M. (1981) Parrots of the world; David&Charles;
ISBN 0-7153-7698-5
Robiller, Franz (1991) Handbuch der Vogelpflege, Papageien Bd. 3;
Verl. Eugen Ulmer; ISBN 3-8001-7207-0
Niemann, Hildegard (1997) Wiedereinbürgerung des Arasittichs
in Arizona. in: Papageien 10.1997, Heft 4, S. 126
Lurie, Alan u. Snyder, Noel (2001) Thick-billed Parrots,
Field Observation and History. in: Psittscene 13.2001, Heft 1
Bueno, Miguel (2002) Die Zucht des Arasittichs im Loro Parque.
in: Papageien 15.2002, Heft 6, S. 193 -198
Weiteren Lesestoff zu den Arasittichen finden Sie in unserer
Literaturdatenbank
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Zur Homepage: |
Zusammenstellung: H.-J. Pfeffer
Arbeitsgemeinschaft
Papageien-Netzwerk
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© 06/2003
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