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Systematik
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Die Gattung Diopsittaca (Ridgway, 1912) besteht aus nur einer Art,
Diopsittaca nobilis. Früher zählte diese Art zur Gattung Ara.
Aufgrund starker Gemeinsamkeiten mit Arten der Aratinga-Gruppe,
(z.B. Spitzschwanzsittich) ist die Aufstellung als
eigene Gattung gerechtfertigt. Es scheint sich um ein Bindeglied
zwischen den Aras und den Aratingas zu handeln, dass weder der einen
noch der anderen Gruppe eindeutig zugeordnet werden kann.
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Beschreibung
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Mit ca. 30 cm Gesamtgrösse ist der Zwergara der kleinste Vetreter
der Ara-Gruppe. Er zeigt eine Ara-typische nackte Gesichtshaut, die
jedoch auf einen schmalen Bereich vom Zügel bis um die Augen herum
reduziert ist. Die Hauptgefiederfarbe ist grün, an der Stirn bläulich
eingefärbt. Flügel- und Schwanzunterseite gelblicher.
Flügelbug und Unterflügeldecken mit roter Zeichnung. Aussenfahnen der
grossen Armschwingen dunkelblau.

(links: D.n. cumanensis, rechts: D.n. nobilis)
Die Subspecies nobilis und cumanensis können deutlich durch die Färbung
des Oberschnabels unterschieden werden (s. Abb.) - D.n. longipennis ist
D.n. cumanensis sehr ähnlich, jedoch grösser. Die Aufstellung dieser
Unterart bedarf wegen des geringen Unterschiedes zu D.n. cumanensis
einer genaueren Überprüfung.
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Verbreitung/Lebensweise
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Zwergaras sind Vögel des tropischen Tieflandes und selten in Höhen über
400 m anzutreffen. Bevorzugte Landschaften sind hierbei Savannen, offenes
Waldland und Palmenhaine. Dichte tropische Wälder werden gemieden.
Ausserhalb der Brutzeit streifen sie auf der
Nahrungssuche wie Aratinga-artige in grösseren Gruppen umher. Teilweise
wurden auch gemischte Schwärme (Zwergara und Pavuasittiche) beobachtet.
Hauptnahrung sind Palmfrüchte, Sämereien, Nüsse und z.T. Knospen.
Die Bruthöhle kann sich in abgestorbenen Bäumen, lebenden Palmen oder sogar
Termitenbauten befinden.

Verbreitung nach Robiller, 1990 -
rot: D.n. nobilis, gelb: D.n. cumanensis, blau: D.n. longipennis
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Status/Bedrohung
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Nach Beobachtungen der letzten Jahre scheint der Bestand der
Populationen stabil zu sein. In einigen Teilen seines
Verbreitungsgebietes kommt er auch häufig vor.
CITES (2003): Anhang II, Surinam und Guayana durften 2002
zusammen ca. 1.300 Vögel dieser Art exportieren.
Für die Zwergaras wird jedoch die allgemeine Bedrohung durch
Habitat-Zerstörung, Wildfang etc. genauso gelten wie für fast alle
Papageien.
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Haltung
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Robiller (1990) stellte folgende Eckdaten zusammen:
Zwergaras eignen sich für Zimmer- und Volierenhaltung. Als Gruppe sind
sie agile teilweise auch laute Vögel. In der Voliere benötigen Sie
ganzjährig einen Schlafkasten und einen beheizten Schutzraum.
Sie lassen sich ausserhalb der Brutzeit
gut mit anderen Papageien (z.B. Aratinga und Pyrrhura) vergesellschaften.
Brutdaten: 2-4 Eier werden im Abstand von etwa 2 Tagen gelegt und
ca. 25 Tage bebrütet. Nach 60 Tagen fliegen die Jungen aus und werden
etwa 3-4 Wochen später selbständig.

Foto © H.-J. Pfeffer
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Quellennachweis
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Robiller, F. (1990): Handbuch der Vogelpflege, Papageien Bd. 3, Ulmer 1990
Hoppe, D. (1983): Aras, Arten und Rassen, Ulmer 1983
Wolters, H.E.: Vogelarten der Erde, Parey 1975-81
Forshaw, J.M. (1981): Parrots of the world; David u. Charles 1981
UNEP World Conservation Monitoring Centre
ONLINE
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© 12/2003
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