Der Jendayasittich -
Ernährung:
Körnerfutter: Ein qualitativ hochwertiges Großsittichfutter
bzw. Papageienfutter für kleine Papageien. Von Erdnüssen ist
eher abzuraten, da diese oft verpilzt sind. Täglich Obst bzw.
Gemüse verfüttern. Weiterhin anzubieten: Frische Gräser aus der
Natur, Hagebutten, Ebereschen, Vogelmiere, Eifutter,
Haferflocken, Quell- und Keimfutter, Hirsekolben, Mais,
frische Äste und Zweige zum Zernagen, im Frühjahr auch mit
Knospen und Laub. Zur Beschäftigung ist auch eine angeknackte Nuß
(z.B. Walnuß, Haselnuß, Paranuß) gut geeignet. Jendayas sind
manchmal etwas wählerisch beim Fressen, daher kann es
lange dauern bis sie sich an etwas neues gewöhnt haben.
Verhalten:
Als Jungtiere oder Handaufzuchten können Jendayasittiche
sehr zahm werden und schließen sich ihrem Halter eng an.
Aber auch ältere Tiere sind nach einer Eingewöhnungszeit nicht
übermäßig scheu, wenn man sich regelmäßig mit ihnen beschäftigt
und entsprechend geduldig ist. Jendayasittiche sind sehr
neugierig, alles was um sie herum passiert wird aufmerksam
beobachtet und lautstark kommentiert. Jedoch können sie auch
sehr konservativ und mißtrauisch gegenüber allem Neuen sein.
Hängt man z.B. einen neuen Ast in den Käfig wird dieser u.U.
tage- oder sogar wochenlang nicht benutzt.
Vergesellschaftung:
Jendayasittiche können durchaus mit anderen Arten zusammen
gehalten werden. Jedoch muß darauf geachtet werden,
daß die Tiere eine ausreichend große Voliere haben um
sich ggf. ausweichen zu können. Werden mehrere Arten zusammen
gehalten, sollte allerdings auf eine Brut verzichtet werden,
da die meisten Vogelarten während der Brutzeit aggressiv werden.
Dabei kann es dann zu Streitereien kommen, die mit schweren
Verletzungen oder sogar mit dem Tod enden können.
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Ich hielt meine Jendayas ca. 1 1/2 Jahre mit 4 Wellensittichen
in einer Voliere. Bis auf Rangeleien um den besten Schlafplatz
und gelegentliches wegscheuchen klappte das Zusammenleben sehr gut.
Allerdings erkrankte nach einiger Zeit ein Wellensittich-Hahn
und starb. Nach einigen Monaten bekam ich einen neuen Wellensittich dazu.
Ich wußte ich kann den Neuen nicht einfach zu den "Alteingesessenen"
dazu setzten, also verband ich die Vergesellschaftung mit der
halbjährigen Reinigungsaktion. Alle Vögel wurden rausgefangen
und die Voliere gereinigt und desinfiziert. Als erstes setzte
ich dann die 4 Wellensittiche wieder ein und die Jendayas
erst einige Tage später. Aber diese wußten sofort wer der Neue ist
und griffen ihn an. Seitdem halte ich die Vögel getrennt,
in nebeneinanderliegenden Volieren. Komischerweise hängen jetzt
die Jendayas täglich am Gitter und sehen hinüber zu den
Kleinen und beobachten deren Treiben. Wahrscheinlich wären
sie ganz gerne wieder beieinander, aber das ist mir doch
etwas zu gefährlich.
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