Papageienspielzeug selbstgemacht
ein Beitrag von Bettina Baumer

Basis-Material:

  • 3 alte Herrenhemden,
  • reißfeste Schnur
  • frische Hölzer (Korkenzieherweide und Hagebuche)
  • unterschiedlich große Holzkugeln und kleine Glöckchen aus dem Bastelladen
  • harte, unbedruckte Pappe
Die Hemden haben wir in unterschiedlich breite Streifen gerissen und zu Zöpfen geflochten.


Bei dem Teil ganz links wurden die Kugeln und eine gekürzte Fax-Papier-Rolle gleich beim Flechten in den Zopf mit eingearbeitet, die restlichen Spielsachen sind aufgefädelt oder mit Schraub-Ösen befestigt.
Die 'Schaukel' wurde aus drei Hemd-Ärmeln geflochten und ist deshalb ziemlich stabil. Zusammen mit dem Weidenzweig bietet sie sogar Platz für zwei.
Ganz rechts unten hängt ein Glöckchen dran, das wir rundum eingehäkelt haben (so unerreichbar, macht das unsere zwei ganz narrisch).
Die großen Kugeln sind mehrfach verwendbar, irgendwie finden die Geier hier keinen richtigen 'Ansatz', die mittleren halten auch ein paar Tage, die kleinen werden allerdings fast wie Zirbelnüsse behandelt.


Wir bauen auch ganz gerne was 'Essbares' mit in das Spielzeug ein. Ganz links hängt z.B. ein durchgebohrter Hundeknochen und im zweiten von rechts ist eine Sepia-Schale eingebaut. Sepia ohne irgendwas rühren die zwei nicht an, aber beim Spielen ist das ja etwas anderes....
Die Schnüre, auf die die Sachen aufgefädelt sind, sind zu festen Kordeln gedreht. Wenn man zum Drehen eine Bohrmaschine nimmt, geht das recht schnell. Dabei sollte man aber unbedingt darauf achten, dass sich keine Schlaufen bilden, in denen sich die Zehen verfangen können! Zwischen den einzelnen Teilen ist die Kordel geknotet, damit das Ganze nicht gleich zusammenfällt, wenn mal ein Teil zu Boden rieselt.


Das ist Charly, die hier gerade den Zahnstochervorrat aufstockt. Diese Holzstücke sind übrigens aus einer Schreinerei, in der auch Fenster hergestellt werden. Das Holz ist da noch unbehandelt und die Abfallstücke, die diese Maschinen produzieren, sind in unterschiedlicher Größe, Stärke und Form geradezu ideal für Spielzeug. Da die Schreinerei sie ohnehin nicht braucht, schleppen wir sie -kostenfrei- gleich kistenweise ab. Sägen entfällt, man muss lediglich ein Loch durchbohren.


Und das ist unser Rudi auf einem Putzeimer-Henkel. Mit einer dicken Kordel fest umwickelt, gibt der doch eine prima Schaukel ab, oder?

Photos und Text © Bettina Baumer
Baumer@kwsoft.de
für die Arbeitsgemeinschaft Papageien-Netzwerk, Sept. 1999