Neuigkeiten zur Puerto Rico Amazone
(Amazona vittata)

Vor zwei Wochen erreichte uns brandaktuell ein Zeitungsartikel aus Puerto Rico, der über ein Projekt zur Wiederansiedlung dieser beinahe ausgestorbenen Amazone berichtet. - Am Ende dieser Seite einige Anmerkungen zur Übersetzung.

H.-J. Pfeffer, Juli 2000



Der Originaltext
El Nuevo Dia / domingo, 9 de julio de 2000
Coge impulso el plan de liberaci´on de cotorras
Por Maria Cordera, Horizonte
Rio Grande - Die Bemühungen zur Wiederansiedlung der Puerto Rico Amazone (Amazona vittata) haben im letzten Monat weiteren Auftrieb erhalten. 10 in Gefangenschaft aufgezogene Amazonen wurden durch das Personal des Servicio Federal de Pesca y Vida Silvestre freigelassen. Zur Zeit werden 111 Exemplare in Gefangenschaft gehalten, um in weiterer Zukunft freigelassen zu werden. Eines der Hauptziele dieses Wiederauswilderungsprojektes ist es, die Verbreitung dieser Amazone auch auf andere Gebiete Puerto Ricos auszuweiten, speziell im Naturschutzgebiet der "Carstica Zone".

Von den 111 befinden sich 48 in der Vogelstation in El Yunque, der Rest in Rio Abajo in Urado, wie einer der Beteiligten, der Biologe Jafet V´elez Valentin erklärt. Dies alles ist Teil zur Verwirklichund des Planes zur Wiedereinbürgerung der Puerto Rico Amazone oder "Iguacas" die seit den 70er Jahren nach Angaben von Mitarbeitern des Servicio Forrestal und des Department de Recurso Naturales für ausgestorben galt. Für die Freilassung müssen die Amazonen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die nachweisen, dass der Papagei in freier Wildbahn überleben kann. Unter den Haupteigenschaften, die von den Biologen vorausgesetzt werden sind gute Flugfähigkeit, gesundes Gefieder und gute physische Kondition wie Körpergrösse, Gewicht und Fettansatz. Ein wichtiger Aspekt ist das Verhalten zu Artgenossen und die Fähigkeit sich an die Wildfrüchte des Gebietes von El Yunque, in dem sie freigelassen werden, gewöhnen zu können.

Verschiedene Ernährung der Amazonen:
Die Ernährung der Papageien ist sehr abwechslungsreich. Unter den Wildfrüchten, die die Amazonen zu sich nehmen, befinden sich Palmsaaten der Bergwälder als Hauptnahrungsquelle während der Brutzeit, sowie Samen von Rabunoco, Negradora, Kakao, Kreuzfrucht und anderes. "Das Projekt zur Freilassung verdankt die in diesem Jahr angewendeten Kenntnisse und Techniken einem Pilotprojekt über die Blaukronenamazone (Amazona ventralis) dessen Arbeitsprotokolle für uns übernommen werden durften. Aber in der Hauptsache geht es darum, genügend auswilderungsfähige "Iguacas" in Gefangenschaft mit dem notwendigen Alter von etwa 4 Jahren heranzuziehen und gleichzeitig genügend Zuchteltern für auswilderungsfähige Nachkommen zu behalten." erklärt Velez Valentin, Biologe und Leiter der Station in El Yunque.

Der Servicio Federal de Pesca y Vida Silvestre fördert drei Bereiche von gleicher Wichtigkeit in diesem Projekt der Wiederansiedlung der Puerto Rico Amazone. Alle werden von Biologen geleitet. Dies sind die Aufzuchtstation unter der Leitung von Velez, die Statuserhaltung der Amazone in ihrem natürlichen Habitat, geleitet von Pablo Tornes und die von Thomas White geführte Gruppe, die den Prozess der Wiederansiedlung durchführt. Die Gesamtleitung hat der Direktor des Oficina del Servicio Federal de Pesca y Vida Silvestre in Rio Grande, Agustin Valido. Valido hofft, das Programm zur Freilassung in der Gegend von El Yunque noch weitere zwei Jahre fortzuführen, aber hauptsächlich auch, die Verbreitung der Amazone in anderen Gebieten von Puerto Rico, speziell im Naturschutzgebiet der Carstica Zone in der Nähe der Stadt Ciales in den nächsten fünf Jahren auszuweiten.

Die Amazona vittata:
nach ihrem Erscheinungsbild gibt es keine Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen bei der Amazona vittata. Um also das Geschlecht zu bestimmen, wird ein Bluttest durchgeführt. XY Chromosomen zeigen ein Männchen, Weibchen haben dagegen XX Chromosomen. Es ist auch wichtig, zu erwähnen, dass diese Amazonen monogam sind, (ein einziger Partner für das ganze Leben).
Die richtige Schreibweise des Namens, den die Indios ihr gaben, ob mit oder ohne "H" (Higuaca/Iguaca), hängt vom jeweiligen Berichterstatter ab. Man weiss, dass die Indios des Regenwaldes kein "H" in ihrem Alphabet haben, aber andererseits ist dies durch den spanischen Einfluss eingeführt worden, und vieles, was wir über die Puerto Rico Amazone wissen, stammt aus der Zeit nach der spanischen Eroberung.

Zur Übersetzung:
Das Internet ist voller nützlicher Tools, um sich im Sprachendjungel dieser Welt zurechtzufinden. So ergab z.B. die Anwendung einer Übersetzungsmaschine für den ersten Absatz dieses Artikels folgendes:

Rio Groß - Der Impuls durch den recuperaci´auf vom cottora puertoriquena folgt in Zunahme dann, daß der vorbeigegangen an Monat 10 cotorras puertoriquenas (Amazona vittata), Mägde in Knechtschaft von Personal des Föderalen Dienstes befreit wurden, zu fischen und Wildes Leben.

Auch stellte sich so ganz nebenbei heraus, dass "Cottoras" im Sprachgebrauch der Bedeutung nach eher "Klatschweiber" sind, als Amazonenpapageien.
Ich hoffe, dass mir trotzdem eine einigermassen sinnvolle Wiedergabe des Inhalts dieses Artikels gelungen ist, obwohl ich kein Spanisch spreche. - Wer den Originaltext lesen möchte, der kann auf die Abbildung oben klicken, um den Originalscan angezeigt zu bekommen, den wir erhalten haben.
  Zur Homepage:
H.-J. Pfeffer
Arbeitsgemeinschaft Papageien-Netzwerk
  © Juli 2000