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Bei
den Ornithologen herrscht ein stetiger, nicht allzu ernster Streit
darüber, von welcher Vogelart weltweit am meisten Individuen
vorhanden seien? Unterschiedliche Fraktionen haben natürlich
ihre unterschiedlichen Theorien - oft wird ein Spatz oder ein
Sturmvogel vorgeschlagen - und in Anbetracht der zwangsläufig
immer vagen Populationsschätzungen besteht der Streit weiterhin,
und ein Ende ist nicht in Sicht. Bald, nach dem ich für den WPT
zu arbeiten begonnen hatte, fragte mich Mike Reynolds spontan, wie
viele freilebende Papageien meiner Meinung nach auf der Welt lebten.
Zweifellos war er über meine verwirrte Reaktion amüsiert,
da ich mir über eine solche Frage niemals den Kopf zerbrochen
hatte. Natürlich ist es bereits schwierig genug, die Anzahl von
Individuen einer einzelnen Art zu erraten, hier handelt es sich aber
um 350 Arten! Wir drucksten noch eine Weile darüber herum, wurden
uns einig dabrüber, welches die weitverbreitesten Arten waren
und einigermassen einig über den Umfang derselben, und kamen dann
auf eine, nach wie vor mit Vorsicht zu geniessende, geschätzte
Ziffer von 50 Millionen freilebenden Papageien. Die Ziffer war mir als
solche bereits bekannt, aber in Bezug auf Käfig-Papageien
weltweit (eine Ziffer, die wiederum sehr schwierig zu schätzen
ist, wenn auch aus ganz anderen Gründen). Unabhängig von
den geschätzten Beständen einzelner Populationen finde ich
es interessant, dass anscheinend gleichviel Papageien im Freiland wie
in Käfigen leben. Wie lassen sich diese Populationen miteinander
vergleichen - teilen sie das gleiche Schicksal, sind sie den gleichen
Bedrohungen ausgesetzt, und wichtiger vielleicht: Wie kann von uns
sichergestellt werden, dass das, was wir von jeder Population
lernen, dazu beiträgt, die andere zu retten?
Fragen
wir zunächst danach, wie Kenntnisse über freilebende Vögel
jenen von uns helfen können, die mit in Gefangenschaft lebenden
Vögeln zu tun haben, sei es in Bezug auf Zucht, Training, Pflege
von Heimtieren und deren Rettung. Wie wir alle wissen, sind
freilebende Papageien Tiere, die in einem spezifischen Teil der Erde
und einem spezifischen Habitat-Typus evolviert sind. Diese
Lebensräume schliessen eine erstaunliche Reihe von Umgebungen
ein, von den trockensten Wüsten über die Höhen der
Anden und des Himalayas, zu allen bedeutenden tropischen Regenwäldern
der Welt. Wenn wir den besten Weg der Pflege für jede
Papageienart in Gefangenschaft herausfinden wollen, ist es hilfreich
zu wissen, woher der Vogel im Freiland kommt, da diese Vögel in
den meisten Fällen nicht vor mehr als einer oder zwei
Generationen ihrem Freiland-Stadium entnommen worden sind.
Ein
erster Schritt ist also die Bestimmung der physischen Umwelt des
Vogels: Ist es eine Konure aus dem Hochland von Peru oder ein
Mohrenkopfpapagei aus den Savannen Afrikas. Um diese Umwelt zu
verstehen, fragen Sie sich selbst, welches die Extreme bei hohen oder
niederen Temperaturen sind, wie feucht der Ort zu verschiedenen
Zeiten im Jahr ist, wann die freilebenden Vögel im Jahr
Regenfälle erleben, wie lang die Nächte und Tage rund um
das Jahr sind? Dies sind alles die Grundfaktoren, die die pysische
Umwelt für ein Tier ausmachen, und diese können wesentlich
für sein Wohlbefinden sein. Natürlich können wir die
Habitate dieser Vögel bei uns Zuhause oder in unseren
Hinterhöfen nicht exakt nachbilden. Ein klares Wissen um die
Freiland-Umwelt des Vogels kann aber zu Erklärungen und Lösungen
verhaltens- oder fortpflanzungsbedingter Probleme in der
Gefangenschaft beitragen.
Zwei
andere Fragen zielen auf die Ökologie der Vögel - ihre
soziale und nahrungsbezogene Biologie. Bewegen sich die Vögel im
Freiland von Ort zu Ort in grossen Scharen, wie Wellensittiche und
Nymphensittiche oder bewegen sie sich in Familienverbänden
umher, wie die meisten Aras? Ruhen sie in grossen Ansammlungen, wie
Graupapageien und viele Amazonen? Was bedeutet dies für die Art
und Weise, wie Sie ihre Vögel bei sich zu Hause unterbringen: In
einem Schwarm, als Paar oder alleine? Und obwohl die meisten
Papageien monogam sind, scheinen einige ein interessantes
Sozialverhalten am Nest zu zeigen, wie die Goldsittiche und
Edelpapageien (Eclectus), ein Zuchterfolg erfordert hier also mehr
als nur ein adultes Paar. Was bedeutet dies wiederum für die
soziale Umgebung Ihrer Vögel, sowohl in der Brutsaison, wie
ausserhalb davon?
Ein
immer wiederkehrendes Anliegen bei der Pflege von Papageien ist die
Verabreichung einer gesunden Kost. Viele der nahrungsbezogenen
Herausforderungen innerhalb der Vogelhaltung des 20. Jh. liegen
erfreulicherweise hinter uns, aber nachwievor gibt es viel darüber
zu lernen, wie Papageien gefüttert werden sollten - besonders
wenn wir eine mehrere Jahrzehnte betragende Lebensdauer von ihnen
erwarten. Als Student im Abschlussjahr untersuchte ich die
Speisepläne der Papageien in Peru hinsichtlich
nahrungsspezifischer Aspekte und hoffte, dass meine Forschung der
Verbesserung der Kost aller in Gefangenschaft lebenden Vögel zu
Gute kommen würde. Die Frage erwies sich komplexer als ich
angenommen hatte. Ja, ich habe viel über die Kost freilebender
Papageien erfahren und ich kann Ihnen sehr spezifisch mitteilen, was
ihr Freilandfutter in Bezug auf Protein, Fett, Natrium und Kalzium
etc. enthält, aber entscheidend ist hier der Begriff "Freiland".
Wenn Vögel im Freiland fliegen, dann legen sie häufig viele
Meilen am Stück zurück und tun dies ohne ersichtliche
Anstrengung. Im Gegensatz dazu erinnere ich mich als Kind daran, dass
meine aus dem Käfig entkommenen Wellensittiche duch den Raum
flogen und nach Luft schnappend am anderen Ende landeten, als ob sie
gerade einen Marathon gelaufen seien. Es ist nun mal so, dass sehr
wenig Vögel in Gefangenschaft die Möglichkeit haben, die
körperliche Spitzenkondition eines freilebenden Vogels
beizubehalten. Konsequenterweise macht es also wenig Sinn sie mit der
gleichen energie-reichen Kost zu füttern, bei der freilebende
Vögel gedeihen. Also ist die futterspezifische Information aus
dem Freiland nicht direkt anwendbar.
Die
Erkenntnisse aus dem Speisenplan freilebener Papageien kann aber eine
hilfreiche Anleitung dafür sein, wie wir unsere Vögel
füttern. Viele Vögel fressen z.B. Blumen, Holz, Rinde, Erde
und Insekten Larven - nicht unbedingt genau das, was Sie von einem
klassischen Früchefresser erwarten würden, jedoch lohnende
Kenntnisse, wenn der Verzehr verschiedener Einzelteile Ihres Hauses
oder Hofs interpretiert werden soll. Wir erfahren auch viel darüber,
was freilebende Papageien ihren Küken füttern, und die
unmittelbare Umgebung zur Aufzucht der Küken ist ja durchaus
vergleichbar in beiden Fällen.
Wie
aber erfahren wir etwas über die freilebenden Gegenstücke
unserer Käfigvögel, ohne wieder in die Scule zu gehen, um
PapageienbiologInnen zu werden? Die wahrscheinlich schnellste Methode
ist die gründliche Lektüre der entsprechenden Kapitel von
Forshaws "Parrots of the World" (3. Auflage) und die
neueren Texte von Tony Juniper und Mike Parr aus "Parrots: A
Guide to the Parrots of the World". Dies sind gute allgemeine
Referenzen, die Sie bereits ein gutes Stück näher an Ihr
Ziel bringen und auf spezifische Referenzen Ihrer Papageien-Art
hinweisen. Und da inszwischen sehr viele von uns Zugang zum Internet
haben, versuchen Sie entweder den gebräuchlichen oder
lateinischen Namen Ihres Vogel in eine der Suchmaschinen wie
Google.com einzutippen. Wenn die Art vor dem Aussterben bedroht ist,
sollte auch ein spezifischer Abschnitt des "Parrot Action Plan"
dem Status des Vogels in der Wildnis und den für seine Erholung
notwendigen Schritten gewidmet sein (als Gratis-Download oder
käufliche Hardcopy bei www.Worldparrottrust.org
erhältlich). Wenn Sie einen ungewöhnlichen Papagei im
Käfig oder in der Voliere haben, müssen Sie vielleicht tiefer
graben und vielleicht einen Vogel, der Ihrem nahe verwandt, aber
besser erfasst ist, studieren. Diese Empfehlungen sind natürlich
nur ein erster Schritt. Das über das Vorkommensgebiet des Vogels
erworbene Wissen muss dann hinsichtlich der dortig herrschenden
physischen Umwelt erweitert werden, damit Sie die Bedürfnisse
Ihres Vogels besser erfassen und Ihre Oprionen abwägen können
hinsichtlich einer in Ihrem Zuhause entsprechend auszustattenden
Umgebung.
Der
letzte und von allen bei weitem aufregendste Schritt ist die
Besichtigung der Vögel vor Ort in ihrer heimischen Umgebung.
Auch wenn dies nicht immer realisierbar ist, so stellt sich eine
Reise zum Erleben der Vögel aus erster Hand doch in den
allermeisten Fällen als einmaliges Erlebnis heraus, worauf es
sich zu sparen lohnt. Nur schon das Gekreische der Vögel im
ganzen Wald, oder der Flug eines Schwarms vom einen Horizont zum
anderen verleiht Ihnen ganz zwangsläufig eine neue Perspektive
zu Ihrem eigenen Vogel zu Hause. Ein paar Tage in seiner Umwelt zu
verbringen, vermittelt ganze Bände an Informationen, wofür
Ihr Vogel geschaffen worden ist, und identifiziert auch die
Bedrohungen, denen diese Tiere tagtäglich ausgesetzt sind:
Bedrohung durch das Wetter, Beutegreifer, Krankheiten und natürlich
Menschen.
Warum
sollten wir also die wildlebenden Vögel angucken um Hilfreiches
für unsere Käfigvögel zuu lernern? Einfach formuliert:
unsere "Käfigvögel" sind im Wesentlichen
Wildvögel, oft bloss eine oder zwei Generationen vorher der
Wildnis entnommen. Mit Ausnahme von Wellensittichen, Nymphensittichen
und ein paar weiteren Arten sind Papageien keine domestizierten Tiere
im Sinne, dass sie keine Zehn oder Hunderte von Generationen
selektiver Zucht für ein kopatibles Zusammenleben mit dem Mensch
unterzogen worden sind. Sie sind nicht geformt worden, um zu unserem
Lebensstil zu passen, um einfache Kost zu verzehren, um alleine in
einem Käfig zu leben, während wir für die meisten
Stunden ihres Wachseins unter Tags auf und davon zur Arbeit rennen,
ohne Flugbedürfnis, ohnen einen ständigen Partner, ohne
ihre Familie und ihren Schwarm zu sein.
Gerne
frage ich die Leute: "Wieviele Arten dmoestizierte Hunde gibt es
auf der Welt?" Die Antwort lautet natürlich: nur Eine,
Pferde: 1, Kühe: 1, Hühner: 1, Papageien: 350!
Diese
domestizierten Tiere wurden jahrhundertelang gezüchtet um in
einem menschlichen Umfeld zu gedeihen. Bei Papageien ist das nicht
der Fall. Trotzdem sind Papageien beachtlich flexible Vögel, und
viele Arten sind absolut dazu fähig diese Anpassung gut zu
schaffen. Wenn wir aber daran denken, dass diese Vögel Wildtiere
sind, die einige grosse Anpassungen unternommen haben, um mit uns zu
leben, werden wir viel besser dazu imstande sein, entsprechend zu
interpretieren und zu reagieren, wenn wir mit einer beliebigen der
zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sind, unsere Vögel
gesund und glücklich zu erhalten.
Wie
steht es aber um das Schicksal der Wildvögel? Ist dieses
Schicksal irgendwie an die Schicksale der weltweit +/- 50 Millionen
Käfigvögle angebunden? Meine Antwort dazu wäre ein
unmissverständliches JA! Der offensichtlichste Grund dafür
ist vielleicht der, dass alle diese Käfigvögel den Leuten,
die für sie sorgen, sehr wichtig sind. Daher bilden sie eine
sehr grosse und natürliche Gemeinde, die um alle Papageien
besorgt ist, wildlebende und Käfigvögel. Mehr als
irgendjemand anderer wissen jene, die mit Papageien leben, was für
beachtliche Tiere diese Papageien sind, was für Grosstaten an
Intelligenz und wieviel Anmut sie tagtäglich bieten. Wenn man
dann an freilebende Papageien denkt, gibt es buchstäblich
Millionen von Leuten rund um den Globus, die eine direkte Beziehung
zu diesen Vögeln haben.
In
der Vergangenheit betrachteten Papageienschützer Vogelhalter
schlichtweg als letztes Glied im Heimtier-Handel, der viele
freilebende Arten bedroht hat. Also war es das Ziel, an einer
Reduktion oder Eliminierung dieses Handels zu arbeiten. Natürlich
enthält diese Perspektive einiges an Wahrheit, und es gibt
vernünftige Schätzungen von über 1 Million
wild-gefangener Vögel, die jedes Jahr gekauft und verkauft
werden. Wie Sie wissen, gab es eine beachtliche Anstrengung um den
Handel hier in den USA zu unterbinden. Der Wild Bird Conservation Act
von 1992 wandelte die USA praktisch über Nacht vom grössten
Importeur wildgefangener Vögel zum grössten Nicht-Importeur
derselben. Erstaunlich ist für mich, dass dieses Gesetz nur
kommen konnte, weil eine Koalition von Leuten, einschliesslich
Naturschützern, Befürwortern des Tierwohls und
Vogel-Begeisterte zusammenarbeiteten um einen Wandel herbeizuführen.
Es
gibt dazu aber eine "Nachgeschichte", die nur wenige Leute
vernommen haben. Am Ende einer der letzten Anhörungen des Senats
zu diesem Gesetz schloss der Vorsitzende des Kommitees die Diskussion
mit der Bemerkung, dass es jemanden gäbe, den er unbedingt
treffen müsse. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf einen äusserst
zahmen Goffins Kakadu (Cacatua goffini) im Raum, der geduldig
zugehört hatte. Nun machte sich der Vogel daran von einem
Senator zum nächsten zu laufen, machte dann Purzelbäume in
ihren Schössen und gewann ihre Herzen in einer Weise, wie eine
menschliche Aussage das niemals zustande gebracht hätte! Das
Gesetz kam nicht nur durch, es wurde einstimmig in beiden Häusern
des Kongresses angenommen!
So
bedeutet die simple Tatsache, dass so viele von uns ihr Leben mit
Papageien teilen, dass diese Käfigvögel ein kritischer
Faktor bei aller Papageienpolitik sind - diese Vögel zu
ignorieren, beim Versuch die freilebenden Vögel zu schüten,
hiesse das Kind mit dem Bad ausschütten. Es gibt aber mehrere
geradezu zwingende Gründe für Leute, die wilde Papageien
schützen wollen um Verbindungen mit Käfigtieren und ihren
Betreuern aufzubauen - Gründe, die eine wachsende Rolle im
Naturschutz spielen.
Dollars vom Tourismus
Natürlich
spüren wir, dass es bessere Wege gibt um diese Resourcen der
Tier & Pflanzenwelt zu "nutzen", als sie einfach aus
der Wildnis "abzuernten" - die lebensfähigste Nutzung
ist jene, die ich weiter oben bereits erwähnt habe:
Ökotourismus. Wenn nur 5 % der Vogelbesitzer jedes Jahr die
wildlebenden tropischen Vögel vor Ort besuchen kommen würden,
dann würden buchstäblich Milliarden von US Dollar für
den Schutz dieser Vögel im Freiland generiert werden. Wenn
Ökotourismus in einer Weise betrieben wird, dass die Leute vor
Ort profitieren, schafft es klare und wirksame wirtschaftliche
Anreize für diese Leute um ihre eigene Tier- und Pflanzenwelt zu
schützen und zu retten. Es ist bemerkenswert, wieviel Stolz man
bei den ortsansässigen Leuten sieht, wenn sie "reiche"
Leute von überall auf der Welt kommen sehen, um diese grossen
kreischenden Vögel in ihren Hinterhöfen anzuschauen - die
Einheimischen beginnen ihre Tier- und Pflanzenwelt in einer ganz
neuen Weise zu betrachten und wertzuschätzen.
Natürlich
ist das Beobachten der Tier- und Pflanzenwelt und das Verarbeiten der
gewonnenen Erkenntnisse unerlässlich für die Biologen, die
diese Vögel ebenfalls studieren und bewahren wollen. Leider sind
viele wilde Papageien sehr schwierig zu beobachten und folglich
schwierig, unter Anwendung ornithologischer Standardmethoden, zu
studieren. Bei Papageien verfügen wir aber über die
Möglichkeit, inmitten dieser "wilden" Tiere zu leben,
aus erster Hand ihre Tages-Rythmen und Rituale zu erleben und in ihre
komplexen Sozial-Systeme integriert zu sein. Jenen von uns, die darum
gerungen haben, wilde Papageien zu studieren, und sich generell
glücklich schätzen, diese Vögel überhaupt einmal
gesehen zu haben, bieten die in Käfigen lebenden Individuen
einen Einblick in die soziale Welt der Papageien, den wenige
Freilandforscher zur Verfügung haben. Eine andere nützliche
Beziehung ergibt sich daraus, dass sich die über all die Jahre
angesammelte Weisheit um die Hege und Pflege von Papageien zu einem
wesentlichen Bestandteil vieler Papageien-Schutzprogramme entwickelt
hat. Ob dazu nun ein Vogel-Tierarztes gehört, der die
Krankheiten wilder Papageien untersucht, oder ein
Ernährungsspezialist, der bei der Erstellung des Speiseplans
für temporär inKäfigen untergebrachte Vögel
hilft, die für die Freilassung bestimmt sind, oder die
Konsultation eines Züchters über Methoden, wie
Freiland-Gelege für einen maximalen reproduktiven Output
manipuliert werden können - Wissen aus dem Bereich des
käfigbewohnenden Papageis ist zu einem vollständigen
Bestandteil vieler Papageien-Schutzprojekte geworden. Wie bei jeder
Zusammenarbeit mit Vertretern verschiedener Disziplinen, ist es nicht
leicht für Leute mit derart unterschiedlichen Erfahrungen in
völliger Harmonie zusammenzuarbeiten, und manche dieser
Arbeitseinsätze erforderten bei allen Beteiligten eine dicke
Haut. Im Grossen und Ganzen gewinnt aber die grundsätzliche
Ausrichtung darauf, "was für die Vögel das Beste sei"
meistens die Oberhand.
Schlussendlich
muss jeder, der bereit ist sein Leben mit einem Tier zu verbringen,
dass so farbenprächtig, intelligent, destruktiv, laut,
hinterhältig und urkomisch ist, wie ein Papagei, eine gutherzige
und grosszügige Person sein. Und diese Grosszügigkeit ist
es, die den World Parrot Trust geschaffen und aufrecht erhalten hat,
die gemeinnützige Areit und die Schutzarbeit, die wir die
letzten 12 Jahre hindurch betrieben haben. Ohne Käfig-Vögel
würde es keinen WPT geben. Ganz klar ist es unser Haupt-Job beim
WPT, diese starken Beziehungen zwischen den wildlebenden und in
Käfigen befindlichen Vögeln klarzustellen und aufzubauen,
in der Hoffnung, alle Papageien schützen zu können.
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