Sozusagen als Fortsetzung des Berichtes vom WPT über den
Papageienschmuggel
in Nigeriaveröffentlichen wir folgenden Beitrag
mit freundlicher Genehmigung von
"Parrot Data News" (email vom 10. Jan. 2000)
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The Zimbabwe Standard, 9th January 2000
SPCA ACCUSES ZIMBABWE DEFENSE FORCES OF PARROT-SMUGGLING
by: Itayi Viriri
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The Zimbabwe Standard, 9th January 2000
SPCA beschuldigt die Armee ZIMBABWEs des Papageienschmuggels
von: Itayi Viriri
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SENIOR officials of the Zimbabwe Defence Forces are believed to be
involved in the illegal trafficking of parrots from the Democratic
Republic of Congo.
The smuggled parrots are believed to have been exported to Libya via
Manyame military airbase outside Harare, The Standard has learnt.
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Wie der Zimbabwe Standard erfahren hat, sind leitende Persönlichkeiten
der Zimbabwe Streitkräfte vermutlich am illegalen Handel mit Papageien
aus der Republik Congo beteiligt. Die geschmuggelten Papageien wurden
wahrscheinlich über die Manyane Military Airbase in der Nähe von
Harare nach Lybien exportiert.
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In a fax to the secretariat of the Geneva-based
Convention on
International Trade in Endangered Species (CITES), dated 8 November
1999, the Society for the Prevention of Cruelty to Animals (SPCA) said
it had been reliably informed that hundreds of African Grey Parrots were
being flown into the airbase from the DRC aboard regular cargo planes
supplying Zimbabwean troops there.
It is understood the parrots fetch high prices on the international
market. Aircraft landing at Manyame are only checked by airforce details
and are not subjected to the same clearance procedures as civilian
aircraft that land at the Harare International Airport.
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In einem Fax vom 8.November 1999 an das Genfer Büro der Convention on
International Trade in Endangered Species (CITES) hat die
Society for the Prevention of Cruelty to Animals (SPCA) berichtet,
sie sei glaubhaft darüber informiert worden, dass hunderte von Graupapageien
per "Versorgungsflug" mit Frachtmaschinen aus der Republik Congo (DRC) in die
Airbase gebracht worden seien.
Klar ist, dass mit den Papageien ein hoher Gewinn auf dem internationalen
Markt erzielt werden kann. Flugzeuge, die in Manyane Airbase landen, werden
nicht nach denselben Zoll- und Abfertigungsbestimmungen wie zivile Maschinen
in Harare abgefertigt. Die Abfertigung geschieht nach den vom Militär
bestimmten Grundsätzen.
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The birds, which were said to have been crammed into tiny cages, were
then transferred to Libyan C130 transport aircraft and whisked off to
Tripoli. Zimbabwe has about 11 000 troops in the DRC, fighting to prop
up the government of Laurent Kabila. Last year, defence minister, Moven
Mahachi, announced that the defence forces had set up a privately owned
company to exploit business opportunities in the DRC to help offset the
huge costs incurred by the war.
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Anschliessend wurden die in winzigen Käfigen zusammengepferchten Vögel an
Bord einer Lybischen C130 Transportmaschine gebracht, und nach Tripolis
weitergeflogen.
Zimbabwe hat eine etwaq 11.000 Mann starke Truppe im Congo stationiert, um
die Regierung von Laurent Kabila zu sichern. Im letzten Jahr verkündete
Verteidugungsminister Moven Mahachi, dass die Verteidigungstruppen eine
eigene Gesellschaft zur Wahrnehmung geschäftlicher Interessen im Congo
gegründet haben. Mit dieser Gesellschaft sollen die hohen Kosten des
Bürgerkrieges im Congo gesenkt werden.
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As a result, Osleg (Pvt) Ltd and a number of subsidiaries were
established to deal with these operations, believed at the time to be
mainly related to mining and the marketing of gold, diamonds, copper and
other related minerals from the DRC.
Defence forces chief, Vitalis Zvinavashe and the defence ministry’s
permanent secretary, Job Whabira, are listed as two of Osleg’s four
directors.
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Die Osleg und eine Anzahl von Subunternehmen wurden entsprechend
beauftragt, die Geschäfte zu tätigen, zunächst hauptsächlich im Bergbau
mit der Vermarktung von Gold, Diamanten, Kupfer und anderer Mineralien
aus dem Congo. Der Kommandeur der Truppen, Vitalis Zvinavashe und der
ständige Sekretär des Verteidigungsministers Job Whabira sind zwei der
vier Direktoren dieser Gesellschaft.
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Part of the SPCA’s communication to CITES read: "It is almost impossible
for the SPCA to get permission to get into the airbase because of
military security."
With Zimbabwe fully aware of CITES’ international influence, the
organisation’s intervention is believed to have put a halt to the
illegal trafficking. It is believed that the organisation, through its
acting chief of the Enforcement Unit, John Sellar, contacted the
relevant CITES authorities in the DRC, Russia and Zimbabwe, to put an
end to the trafficking.
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In ihrer Mitteilung an CITES sagt die SPCA, es sei wegen der
militärischen Sicherheitsvorschriften fast unmöglich für die SPCA
eine Erlaubnis zum Betreten der Airbase zu bekommen (um die Angaben
zu überprüfen). Da aber Zimbabwe durchaus den internationalen von
CITES kenne, vermutet man, dass das Engagement der Organisation
den illegalen Handel gestoppt habe. Durch den leitenden Chef einer
Sonderkomission, John Sellar sind die Vertreter von CITES in der
Republik Congo, Russland und Zimbabwe aufgefordert worden, den
Handel zu stoppen.
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CITES also alerted the World Customs Organisation since the activity
involved the illegal trafficking of a protected species.
According to a spokesman for the Zimbabwe Federation of Birds Society, a
single African Grey parrot can fetch anything from US$800 to US$1 500 on
the international market, depending on their age and condition.
Said the spokesman: "These birds-also known as the Congo Grey as they
are mostly found in the Congo jungle-are in high demand in the West.
They can live up to 50 years and so they are very popular as long-term
pets."
Simple calculations show that if on average, one parrot costs US$1 000,
then a shipment of 100 African greys would fetch US$100 000 or around
Z$4 million. The Standard is reliably informed that several shipments of
the birds have landed at Manyame, although it has not been established
how many birds have been aboard each flight.
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Weil es bei diesem Geschäft um den illegalen Handel mit einer
bedrohten Art geht, hat CITES ausserdem die Welthandelsorganisation
alarmiert. Nach den Aussagen eines Sprechers der Zimbabwe
Federation of Birds Society erzielt ein Graupapagei auf dem
internationalen Markt zwischen US$ 800 und US$ 1.500 je nach Alter
und Zustand (?). "Diese auch als Kongo-Graupapagei bekannten Vögel -
da sie hauptsächlich in den Dschungelgebieten des Congo gefunden werden -
sind im Westen sehr begehrt. Sie können über 50 Jahre alt werden und sind
deshalb
als "Langzeit-Haustier" sehr populär."
Eine einfache Kalkulation zeigt, dass bei einem durchschnittlichen Preis
von US$ 1.000 eine Ladung von 100 Graupapageien einen Wert US$ 100.000
oder Z$ 4.000.000 repräsentiert. Der Zimbabwe Standard hat verlässliche
Informationen darüber, dass mehrere Ladungen auf der Manyame Airbase
angekommen sind. Allerdings ist nicht bekannt, wieviele Vögel es pro Transport
waren.
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When contacted for comment by The Standard, defence forces spokesman,
Colonel Chancellor Diye, denied that any such activities had ever taken
place at Manyame airbase.
Said Diye: "The Zimbabwe Defence Forces military police details manning
that point of entry have never come across any such illegal contraband.
In view of the above, there is no such illegal trafficking of the birds
as alleged in your inquiry."
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Diese Aktivitäten auf der Manyame Airbase wurden bei Nachfrage des
Zimbabwe Standards vom Sprecher der Verteidigungstruppen Colonel
Chancellor Diye abgestritten. "Die Zimbabwe Militär Polizei erklärt,
dass in dieser Hinsicht keinerlei Erkenntnisse über eine solche
illegale Organisation vorliegen. Deshalb gibt es den unterstellten
illegalen Handel mit den Vögeln nicht."
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It is not the first time Zimbabwe has been allegedly involved in
smuggling parrots to the West. Some years ago a BBC documentary named
private individuals in Zimbabwe as the source of hundreds of parrots
smuggled into Britain, many of which died on the journey.
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Es ist nicht das erstemal, dass Zimbabwe vermutlicherweise am
Papageienschmuggel beteiligt ist. Vor wenigen Jahren wurden in
einer BBC Dokumentation die Namen von Privatpersonen genannt, die
als Lieferanten von hunderten nach Grossbritannien geschmuggelten
Papageien galten. Viele dieser Vögel haben den Transport nicht
überlebt.
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Pers. Anmerkung:
Auch dies ist sicher nur eine Spitze des Eisberges. Wir als
Papageienliebhaber, die Züchter, der Fachhandel und alle befassten
Organisationen sollten den Erwerb und Handel von wildgefangenen
Papageien gleich welcher Art konsequent boykottieren und wo immer
möglich strafrechtlich verfolgen lassen.
Es gibt
in Deutschland genug Züchter um eine "Naturentnahme" überflüssig
zu machen. Der Schmuggel mit gefährdeten Arten sollte m. E.
mindestens so stark bestraft werden, wie Menschenraub. Vom Leid des
einzelnen Vogels einmal abgesehen, werden wir alle durch diesen
illegalen Handel unserer Umwelt und damit unserer Lebensqualität
zu Gunsten einiger weniger Geschäftemacher beraubt.
Leider scheint es aber in der Natur des Menschen zu liegen, mit besonders
seltenen und exotischen Vögeln (z.B. Spix Ara) angeben zu müssen,
egal, was es kostet. "Hauptsache, ich habe sie, ob es sie noch
in freier Wildbahn gibt, ist nicht wichtig, wenn nicht, steigert
es nur den Wert meines Besitzes."
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