Kooperation: Papageien helfen Menschen |
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In einem ersten Versuch wurden 10 auf Menschen geprägte Blaustirnamazonen ausgewildert. Dabei zeigte sich im April 1998, dass einige Individuen nach einiger Zeit immer noch die Nähe des Menschen suchten, andere aber völlig verwilderten. Die zahmen Amazonen liessen sich häufig durch laute Rufe anlocken, besonders dann, wenn die Forscher in ihrer typischen Kleidung und Ausrüstung das Auswilderungsgebiet betraten. Parallel zu dieser zwar menschgeprägten Gruppe der 10 Blaustirnamazonen wurde eine andere, gemischte Gruppe Amazonenpapageien von klein auf einer speziellen Schulung unterworfen, a) um die Prägung auf Menschen zu verstärken, und b) um ihnen gewisse Fertigkeiten beizubringen. Zu diesen Fertigkeiten gehörte u.a. die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Eingeborenen und Forschern, die Gewöhnung an das Tragen bestimmter umgeschnallter Gegenstände und das Erkennen von bestimmten Situationen, in denen sich Menschen befinden können. Schnell stellte sich heraus, dass durch die individuellen Unterschiede in der Intelligenz nicht alle Amazonen gleich gelehrig waren. Glücklicherweise gehörten die bedrohtesten Arten, die ja auch am häufigsten von Forschern in den natürlichen Habitats besucht und untersucht werden, zu den gelehrigsten. Zeitgleich zum Aufzuchtprojekt wurden an der AWU (Aprilian Wildlife University) in den USA spezielle Geräte entwickelt, die die Amazonen nach der Freilassung mit sich führen sollten. Dabei handelte es sich u.a. um einen Mikrotransponder, der auf Knopfdruck ein anpeilbares Signal auf einer bestimmten Frequenz sendet, ein Vakuumpack mit hochkonzentrierten Arzneimitteln, selbsttätig expandierendes Verbandszeug (Raumfahrt!) sowie einer Konzentratdosis hochprozentigen, aromatisierten Alkohols. Dies alles durfte zusammen die Ausmasse von 8x3 cm und ein Gewicht von ca. 20g nicht überschreiten. Nachdem die Entwicklung dieser Materialien erfolgreich abgeschlossen war, konnte der zweite Teil des Projektes beginnen. Zwei besonders erfolgversprechende Amazonen (Dirty, eine Venezuelamazone und Harry, eine Finschamazone) wurden mit dem von der AWU entwickelten Gerätepackage ausgerüstet, und in der Nähe des IPF freigelassen. Zwei Wochen später begaben sich die Forscher in das Gebiet. Eine Forschungsgruppe trug die übliche Kleidung und Ausrüstung, die andere war als Eingeborene verkleidet. In einem gut dokumentierten Versuch begannen beide Gruppen nun nach den Amazonen zu rufen. Besonders antrainiert war das Wort "heeelllp", auf das die Finschamazone sofort reagierte, sich zur Forschergruppe begab, um dort ihr Notfallpack anzubieten. Der Transponder konnte aktiviert und vom IPF aus über GPS lokalisiert werden, - die Gruppe war "gerettet". Die "Eingeborenengruppe" jedoch hatte keinen Erfolg. Ihr Feldversuch konnte nicht gewertet werden, denn die Amazone "Dirty" wurde wenig später mit geöffnetem Notfallpack volltrunken aufgefunden. Sie hatte das Alkoholkonzentrat aufgegessen. Auswertung:
Abb. mit frdl. Genehmigung © WPT. |
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Exclusivbericht:
H.-J. Pfeffer |
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