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Der Pompadoursittich gehört zur Gattung der
Maskensittiche (Prosopeia). Über das Tier sind unterschiedliche
Beschreibungen nachzulesen. Aus diesem Grunde habe ich hier noch eine Seite der
für mich besten Darstellung auf der Seite
Buchauszüge
erstellt.
Steckbrief:
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Genus: |
Prosopeia |
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Art: |
Prosopeia tabuensis tabuensis |
| WA: |
Anhang II |
| Gelege: |
2-3 Eier |
| Brutdauer: |
23-24 Tage |
| Ausfliegen der Jungen: |
49-56 Tage |
| Selbständigkeit: |
ca. 3 Wochen nach dem Ausfliegen |
Unterarten:
| Vanua-Levu-Pompadoursittich |
Prosopeia t. atrogularis (Peale 1848) |
| Koro-Pompadoursittich |
P. t. koroensis (Layard 1876) |
| Taveuni-Pompadoursittich |
P. t. taviunensis (Layard 1876) |
| Glanzflügelsittich |
P. t. splendens (Peale 1848) |
Beschreibung:
Bei der Nominatform handelt es sich um eine Mischpopulation aus zwei
oder mehreren Unterarten, deren Gefieder deshalb stark variiert. (Arndt)
Die Färbung ist bei Männchen und Weibchen gleich, nur der
Oberschnabel ist beim Weibchen etwas kleiner ausgebildet. Die Länge des Tieres
beträgt ~45cm, die Flügelspannweite 230-258 mm.
Gesicht schwärzlich/braunrot, übriger Kopf und Unterseite dunkel
kirschrot, Nacken mit blauem Band in der Ausdehnung sehr variabel sowohl
innerhalb der Inselpopulationen als auch interinsular. Am konstantesten ist die
Ausprägung wohl bei den Vögeln auf Vanualevu mit einem sehr breiten blauen
Nackenband von wenigstens 1,5 cm Breite. Vögel auf Koro haben meistens kein
Blau oder nur wenige blaue Federn im Nacken (Rinke 1987). Der Rücken und
die Flügel sind grün, Handdecken und Afterflügel blau. Die Schwanzfedern sind
auf der Unterseite schwärzlich, auf der Oberseite grün mit verwaschenem Blau.
Die schwarzen Augenringe sind nackt und schmal; die Iris gelb bis orangerot.
Schnabel schwarz, Füße grau.
Verbreitung und Lebensweise:
Der Pompadoursittich ist ansässig auf Ngau, den Fiji-Inseln (hier
dargestellt) auch auf Eua, Tonga-Inseln; ehemals auch auf Tongatabu.
Sie leben ausserhalb der Brutzeit einzeln, paarweise oder in kleinen
Gruppen. Die Tiere sind nicht scheu, läarmend und leicht zu erkennen,
wenn sie in Baumkronen sitzen. Ihr Flug ist wellenförmig mit schlagenden
Flügelbewegungen, unterbrochen von Gleitphasen. Ihr Ruf ist ein rauher,
hoher Schrei, der ein- oder zweimal wiederholt wird. |

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Ernährung:
Der Pompadoursittich ernährt sich vorwiegend von Mangos, Papayas,
Bananen, verschiedenen anderen Früchten, Beeren und Sämereien.
In der Gefangenschaft haben sich diese Futtermittel bewährt:
Weiche Früchte, (Bananen, Mango-Früchte, Pfirsiche, usw.) Loribrei aus
Früchten, Blütenpollen, Bierhefe, Reisflocken, 7-Kornflocken,
Traubenzucker und Magermilchjoghurt, in Brei eingeweichter Zwieback oder
Bisquit. |
Brut und Zucht:
Die Zucht dieses Vogels ist selten gelungen; die Brutzeit beginnt ab
Februar. Das Normalgelege weist 3-4 Eier auf, die dann ca. 24 Tage
bebrütet werden.
Die Nestlingszeit beträgt ca. 9 Wochen.
Anmerkungen:
Nirgendwo sonst auf der Erde ist die Natur so anfällig wie auf ozeanischen Inseln.
Durch Jagd und das Einschleppen von Ratten und Katzen wurden auf Inseln mehr
Vogelarten als auf den Kontinenten ausgerottet. Man muss
befürchten, dass die einheimische Vogelfauna vieler Inseln der Karibik, des indischen und des pazifischen
Ozeans in wenigen Jahren vollständig verschwindet.
Aus diesem Grunde wurde 1989 im pazifischen Königreich Tonga ein umfassendes
Artenschutzprogramm gestartet. Es umfasste u.a.:
- Bestandsaufnahme der Tierwelt und des menschlichen Einflusses auf allen 170
Inseln des Archipels
- Aufbau eines Informationszentrums auf der Hauptinsel und intensive Aufklärung
der Tonganischen Bevölkerung
- Aufbau einer Zuchtstation für bedrohte Arten
- Umsiedlung des Tonga-Großfußhuhns auf abgelegene, unbewohnte
Vulkaninseln
- Auswilderung der seltenen
Pompadoursittiche und Purpurschulter-Erdtauben auf geeigneten, ungestörten Inseln
- Beratung der Tonganischen Regierung in Artenschutz- und Reservatsfragen
1994 wurde das Projekt in den eigens zu diesem Zwecke gegründeten "Tonga
Wildlife Trust" übergeben. Mit Hilfe von Spenden, u.a. aus den
Naturschutzbudgets der
australischen und neuseeländischen Botschaften, wird es erfolgreich weitergeführt.
Nach ersten Expeditionen scheinen alle Auswilderungen und Umsiedlungen bedrohter
Vogelarten erfolgreich verlaufen zu sein. Das Projekt ist beispielhaft für die pazifische
Inselwelt, und mehrere Inselnationen planen ähnliche Projekte - ein großer Erfolg für
die engagierte Arbeit des Brehm-Fonds. |
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