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2008-01-21-124700 Systematisches zur Blaustirnamazone: Eine Veröffentlichung über die Phylogenese der A. ochrocephala Subspezies (Eberhardt/Bermingham, 2004) bringt es eher ungewollt an den Tag: Die Blaustirnamazonen sind gar keine, es sind Gelbstirnamazonen. Bei der damaligen Untersuchung wurde eine Blaustirnamazone als genetische Kontrollinstanz herangezogen, jedoch waren die Unterschiede so gering, dass der genetische Fingerabdruck als Gegenkontrolle zu den Ochrocephalas nicht brauchbar war. Immerhin konnte nachgewiesen werden, dass die auf Vorschlag der AOU 1998 vorgenommene Aufspaltung der Amazona ochrocephala Subspezies in die Arten A. ochrocephala, A. oratrix und A. auropalliata zwar optisch, aber nicht genetisch gerechtfertigt ist. Das Problem der Blaustirnamazone als Kontrollvogel wurde 2007 neu untersucht (Ribas et al., 2007). Dabei wurden Vögel zweier grossgeographischer Bereiche (Zentral- und Südamerika) untersucht, und die enge Verwandtschaft von Blaustirn- und Gelbkopfamazonen betätigt. In der Phylogenese scheint die rotschulterige Blaustirnamazone der Marajo-Amazone einerseits und Natterers Amazone andererseits nahezustehen, während die gelbschulterige Blaustirnamazone Natterers am nächsten steht. In wie weit sich diese Unteruchungen auf die gegenwärtige Systematik auswirken werden ist noch unklar. Sicher ist jedoch, dass selbst starke optische Unterschiede nicht unbedingt auf grosse genetische Divergenzen schliessen lassen. - Eberhardt, J.R. & Bermingham, E (2004). Phylogeny and biogeography of the Amazona ochrocephala complex. Auk 121.2004; 318-332 - Rbas, C.C. et al. (2007). Phylogeny and biogeography of Yellow-headed and Blue-fronted Parrot ... with special reference to the South American Taxa Ibis 149.2007; 564-574 ----------Pfe. |
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